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Feuerwehreinsatz : Gartenlaube brennt völlig nieder

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In der Gartenkolonie an der Max-Eyth-Straße brannte eine Laube und beschäftigte die Feuerwehr stundenlang. Zwei Feuerwehrmänner kamen ins Krankenhaus.

Dieser Einsatz hatte es in sich: Es war zwar „nur“ eine leerstehende, brennende Laube in der Gartenkolonie an der Max-Eyth-Straße, zu der die Feuerwehr am Mittwochabend gegen 20 Uhr gerufen wurde – doch dann hielt sie die Einsatzkräfte bis weit nach Mitternacht voll auf Trab. Zwei Feuerwehrmänner gerieten während des Einsatzes durch Überbelastung in eine völlige Erschöpfung und wurden ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) gebracht, so Karl-Heinz Herrmann vom Einsatzführungsdienst der Feuerwehr gestern.

Als die Berufsfeuerwehr an der Parzelle eintraf, stand das immerhin rund 80 Quadratmeter große, voll ausgebaute hölzerne Gebäude schon komplett in Flammen. Etwa 25 Anrufer hatten das Feuer per Notruf gemeldet. Weil der Brand direkt an der Bahntrasse mit ihrer Oberleitung lag, wurde zeitweilig schon erwogen, den Bahnverkehr zu stoppen. Man habe sich mit dem Bahnmanager vor Ort beraten und dann beschlossen, dass das doch nicht erforderlich sei, so Herrmann.

Ein erster Löschangriff – unter anderem auch mit Schaum – zeigte zwar Wirkung, aber es zeichnete sich ab, dass die von den Einsatzfahrzeugen mitgeführte Löschwassermenge nicht ausreichen würde, den Brand komplett zu löschen. Hydranten gibt es auf dem weitläufigen Kleingartengelände nicht. Um das Wasser über hunderte von Metern durch Schlauchleitungen herbeizuschaffen, wurde die Unterstützung der Freiwilligen Wehr Tungendorf-Stadt angefordert, die schon nach wenigen Minuten zur Stelle war.

Trotzdem musste letztlich noch ein zusätzlicher Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet werden, um ausreichend Wasser zur Verfügung zu haben. Dazu waren zwei Streifenwagen der Polizei vor Ort, um Schaulustige fernzuhalten und den Feuerwehrfahrzeugen freie Bahn zu verschaffen. Als die Wasserversorgung vorübergehend stockte, griffen die Flammen auf Bäume und Zäune angrenzender Parzellen über. Feuerwehrleute begannen damit, Gartenmöbel und Gerätschaften auf den angrenzenden Grundstücken aus der Gefahrenzone zu räumen, um die Schäden dort so gering wie möglich zu halten.

An der brennenden Laube, die offensichtlich seit langer Zeit nicht mehr genutzt wurde, gab es nichts mehr zu retten. Von ihr blieb nur ein verkohlter Haufen Holz, in dem die Kriminalpolizei jetzt Anhaltspunkte für die Brandursache finden muss. Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden.

Für einen steigenden Adrenalin-Pegel bei den ohnehin schon arg strapazierten Einsatzkräften sorgte eine weitere Feuermeldung während der Löscharbeiten. Sie kam aus der Zentralen Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende (ZGU) im Haart. Der in der Gartenkolonie nicht einsetzbare Teleskopmast und die Freiwillige Feuerwehr Gadeland sowie der Rettungsdienst rückten unverzüglich dorthin aus. Zum Glück brannte es dort nicht wirklich. Aufgrund von Sprachbarrieren hatte eine Mutter offenbar keinen anderen Rat gewusst, als einen Feuermelder einzuschlagen, weil sie Hilfe für ihr Kleinkind mit akuter Atemnot holen wollte. Das Kind wurde sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht.

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erstellt am 30.Aug.2013 | 07:30 Uhr

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