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Aktion „Offener Garten“ : Gartenfreunde zeigten grüne Idyllen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

An der Aktion „Offener Garten“ nahmen auch vier Neumünsteraner teil. Die Besucher waren begeistert von den zahlreichen Anregungen.

Neumünster | Fingerhut und Fackellilie, Rosen und Radieschen: Am Wochenende bot die landesweite Aktion „Offener Garten“ auch in Neumünster und Umgebung Interessierten wieder Möglichkeiten, durch Privatgärten zu bummeln, sich austauschen und ausgiebig zu fachsimpeln.

Monika Gripp aus Faldera öffnete dazu ihr rund 630 Quadratmeter großes Areal an der Augustenburger Straße 16. Mit großem Erfolg, denn zahlreiche Besucher ließen sich von dem üppigen grünen Refugium mit seinen zahlreichen Beeten und versteckten Sitzplätzen inspirieren und holten sich Rat bei der passionierten Gärtnerin. „Solche Gärten faszinieren immer wieder. Denn für eine solche Pracht braucht es schon Können und ein wirklich gutes Händchen“, lobten Christel Tietz (78) aus Neumünster und der Krogasper Hermann Wittmaack (70) die Anlage.

Viele neue Anregungen nahm auch Nadine Bartermann aus der Nachbarschaft mit nach Hause. Die 39-Jährige nutzte das Angebot der offenen Gärten das erste Mal und war begeistert von der Vielzahl der Ideen. „Wir haben einen Schrebergarten. Und nach sechs Jahren nimmt dieser endlich die gewünschte Form an. Aber ich finde es toll, dass man sich durch diese Aktion auch einmal andere Entwürfe ansehen kann“, sagte sie.

„Nachdem die Kinder groß waren und auch die Enkel nicht mehr durch den Garten tobten, wollte ich einfach den für mich schönsten Garten haben“, erzählte Monika Gripp. Seit 13 Jahren verfolge sie nun schon dieses Ziel. Englische Rosen, Buchs und Bauernblumen gehörten ebenso zu ihren Favoriten wie auch Einflüsse aus der japanischen Gartengestaltung. Der Garten sei ständig im Wandel. „Denn wer mit seinem Garten zufrieden ist, der hat ihn nicht verdient“, erklärte die Liebhaberin.

Auf fleißige, fantasievolle Gärtner trafen die Besucher auch in der Straße Am neuen Kamp 34 in der Gartenstadt. Seit 2014 entwickeln hier Axel Domnick (29) und Christopher Beth (31) ihre grüne Oase. Dabei gilt die Vorliebe der beiden exotischen Pflanzen, wie zum Beispiel der Kakipflaume und der Akeleiblättrigen Wiesenraute. „Aber um den Insekten auch im Spätsommer noch ein ausreichendes Nahrungsangebot zu bieten, pflanzen wir immer auch zahlreiche Spätblüher“, sagte Christopher Beth.

Gleich nebenan, im Garten der SPD-Landtagsabgeordneten Kirsten Eickhoff-Weber, wurden die Gäste durch ganz unterschiedliche Garten(t)räume geführt. Die 55-jährige Diplomingenieurin für Landschaftspflege erläuterte dazu: „Wichtig waren mir bei der Anlage unterschiedliche Räume, in denen man sich je nach Stimmung wiederfindet.“ Manchmal tue es ihr gut, im Gemüsebeet zu wühlen. An anderen Tagen biete ihr dagegen der Platz unter dem Rosenbogen, an dem ihre Lieblingsrose (Ghislaine de Féligonde) wächst, die Gelegenheit zu entspannen und ihren Gedanken nachzuhängen.

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