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Stadtteilfest in Wittorf : Ganz Wittorf war auf den Beinen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Besucher genossen das vielfältige Angebot und die gute Stimmung beim 37. Stadtteilfest. Der Flohmarkt war größer als sonst.

Neumünster | „Wittorf hat eingeladen, und alle sind gekommen“, freute sich Sabine Krebs am Sonnabendnachmittag in ihrer Begrüßungsrede zum 37. Stadtteilfest Wittorf. Ausdrücklich dankte die Vorsitzende des Stadtteilbeirats Eckhard Stachg. „Mit großem Engagement trägt er in seiner Funktion als Polizist viel zum guten Gelingen unseres friedlichen Festes bei“, sagte Sabine Krebs.

Viele Besucher waren zuvor dem Festumzug, der nach zwei Jahren Pause wieder zum Programm gehörte, durch den Stadtteil gefolgt. Mit dem Mädchen-Musikzug unter der Leitung von Hans-Georg Wolos zogen der Stadtteilbeirat, verschiedene Sparten des Sportvereins Blau-Weiß, Vertreter der Karnevals-Gesellschaft in ihren Roben, die Pfadfinder der Johanneskirchengemeinde und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr durch die Straßen. Begleitet von Wittorfer Bürgern traf der Umzug nach einer Stunde um 14.30 Uhr auf dem Schulsportplatz ein. Ernst und Renate Grimm hatten es sich auf einer Bank gemütlich gemacht und genossen das bunte Treiben. „Schön, dass es in diesem Jahr wieder einen Umzug gab“, freuten sich die beiden Wittorfer.

Am Sonnabendnachmittag gab es Spiel, Spaß und Gemütlichkeit. Ältere Besucher ließen sich die selbst gebackenen Kuchen schmecken, während sich die Kleinen bei Aktionen der Betreuten Grundschule vergnügten. Waghalsige versuchten sich beim Kistenstapeln, das von den Pfadfindern der Johannesgemeinde organisiert wurde, und die Football-Spieler der Wittorfer Demons legten das Sportabzeichen ab.

Vorführungen des Polizeihundvereins und der Jugendfeuerwehr rundeten das Nachmittagsprogramm ab, bevor am Abend die „Cleanhead Blues Band“ und die „Happy Schwale Jazzband“ für gute Stimmung auf dem Schulhof sorgten.

Der Sonntag stand dann traditionell ganz im Zeichen des Flohmarktes. Wie in jedem Jahr war die Standmiete kostenlos. Mitglieder des Stadtteilbeirats erbaten von den erwachsenen Anbietern eine Spende. „Die Größe des Marktes scheint zugenommen zu haben“, meinten Klaus Leschkus und Hans-Jürgen Holland während ihrer Tour. Die Verkäufer beklagten jedoch mangelnde Besucherzahlen. „Wir führen das auf die vielen Flohmärkte an diesem Wochenende zurück“, sagte Holland. „Da sollte man sich im nächsten Jahr besser absprechen“, meinte das Mitglied des Stadtteilbeirates.

Für Margrit Bartels war das kein Problem. Die Neumünsteranerin bietet ihre Sachen seit Jahren gerne auf dem Wittorfer Flohmarkt an. „Ich gehöre noch zu der Generation, die nicht gerne Dinge wegwirft“, sagte die 70-Jährige. „Wenn Kinder vorbeikommen und sich in ein Spielzeug verguckt haben, verschenke ich auch schon mal etwas.“ Leuchtende Kinderaugen seien ihr dann Dank genug, meinte die fünffache Großmutter. Sie komme gerne mit Menschen ins Gespräch. „In unserer Wegwerfgesellschaft gibt es so viele bedürftige Menschen“, sagte Margrit Bartels. Wenn sie merke, dass die Leute kein Geld hätten, sage sie „Komm, nimm mit!“ und freue sich über dankbare Gesichter.  

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erstellt am 10.Jul.2017 | 08:30 Uhr

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