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Kurt Schulzke : Galerie kehrt zurück zu den Ursprüngen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach drei Jahren schließt der Künstler die Galerie Kunstblick an der Wrangelstraße 12 in Neumünster. Weiter geht es in den Privaträumen

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Vor fast genau drei Jahren, am 1. November 2014, eröffnete das Ehepaar Schulzke seine Galerie Kunstblick an der Wrangelstraße 12, um „ein weiteres Stück Kultur für Neumünster zu schaffen“, wie Astrid Schulzke damals verriet. Am Sonnabend schloss die Galerie ihre Tore. Mit einer Gemälde-Schau des Künstlers Kurt Schulzke, bekannt unter dem Namen Kusch, einem Auftritt der Band „Old Sox“ und 60 Gästen endete die Ära Kunstblick an der Wrangelstraße 12.

Doch von Wehmut oder gar Trauer war keine Rede. „Wir machen weiter“, sagte Kusch. „Und zwar in unseren Privaträumen ein Haus weiter.“ Sein Atelier hat er bereits wieder an der Wrangelstraße 11 eingerichtet, die ersten Termine für die legendären Wohnzimmerkonzerte von Ehepaar Schulzke sind im Kalender vermerkt.

„Ich freue mich, dass die Veranstaltungen in Zukunft wieder gemütlicher und familiärer werden“, sagte Eckhard Reiser. Der Gründungsberater besucht die Wohnzimmerkonzerte seit ihren Anfängen vor 15 Jahren regelmäßig. Hier wurden in lockerer Folge Filme konzipiert, Poetry-Slams abgehalten und Konzerte gegeben. „Das war schon eine tolle Atmosphäre“, sagte Reiser.

Astrid und Kurt Schulzke stimmten zu. „Die Räumlichkeiten hier in der Wrangelstraße 12 sind toll, aber auf die Dauer zu groß. Wir geben sie auch aus finanziellen Gründen auf“, erklärte Astrid Schulzke. Umso schöner sei, dass die Galerie an ihrem letzten Abend noch einmal als „Konzertsaal für die älteste Boygroup Neumünsters“ dienen könne, meinte Kusch und zeigte auf die vier Mitglieder der „Old Sox“. Schlagzeuger Rüdiger Herde, Bassist Rolf Olsowski, Keyboarder und Sänger Peter-Ludolf Petersen und der Sänger und Gitarrist Manfred Schaumberg kennen sich aus ihrer gemeinsamen Jugend in Neumünster. Als „The Neighbourhood“ spielten sie bereits Mitte der 60er-Jahre als Band zusammen. Nun, knapp 50 Jahre später, haben sie wieder zusammengefunden, als „Old Sox“ 16 Mal gemeinsam geprobt und freuten sich nun auf ihren ersten öffentlichen Auftritt. „Old Sox – kein Tanztee“ lautete ihre unmissverständliche Botschaft, gut sichtbar vor der Bühne platziert. Ihre Musik ließ daran keinen Zweifel. „Wir spielen gute alte Rockmusik aus den 60er- und 70er-Jahren“, kündigte Rolf Olsowski das Konzert an. Und das taten sie dann auch. Laut, voller Leidenschaft und sehr zum Vergnügen des Publikums. 

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