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Kulturausschuss : Gänseliesel soll gedreht werden

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Helene-Lange-Schule wird für den Unterricht Deutsch als Zweitsprache weiter gebraucht.

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erstellt am 07.Nov.2015 | 09:00 Uhr

Neumünster | „Versetzen um 180 Grad, fertig, aus.“ – Für Bernd Delfs, den Vorsitzenden im Schul-, Kultur- und Sportausschuss, ist die Sache mit der Gänseliesel ganz einfach zu lösen. Die Bronzefigur soll nach dem Antrag der SPD so umgesetzt werden, dass sie wieder zum Großflecken schaut und ihm nicht den Rücken zukehrt.

Die FDP hatte sich im Vorfeld ähnlich geäußert, CDU-Ratsfrau Britta Einfeldt schlug in die gleiche Kerbe. Delfs habe Recht, sagte sie. „Das Denkmal ist wegen der Pflanzmauer nicht gut zu sehen. Und die Pumpe passt nicht zur Liesel. Sie ist viel zu modern gestaltet“, sagte Britta Einfeldt. ECE habe, so ihre Information, aber nur das ausgeführt, was die Stadt vorgegeben habe.

„Das kommt davon, wenn man Kultur nur unter baulichen Gesichtspunkten organisiert“, so Bernd Delfs. Das Votum war einstimmig: Die Gänseliesel soll umgesetzt werden. „Wir nehmen das als Anregung mit“, versprach Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth.

Dass Neumünster mit dem Badneubau und dem Kunstrasenplatz im Städtischen Stadion beim Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes zum Zuge kommt, ist nicht sehr wahrscheinlich, räumte Humpe-Waßmuth ein. Bundesweit stehen insgesamt nur 140 Millionen Euro zur Verfügung. Interessanter für die Stadt ist ein kommunales Förderprogramm. „Da geht es um 7 Millionen Euro für die energetische Sanierung an Schulen und um 1,5 Millionen für Kitas“, sagte Humpe-Waßmuth.

Einigkeit herrschte im Ausschuss darüber, dass die Helene-Lange-Schule zwar als Regionalschule ausläuft, die Stadt das Gebäude aber als Zentrum für den Unterricht Deutsch als Zweitsprache benötigt. „Die Zahlen ändern sich täglich“, sagte Schulrat Jan Stargardt. Zurzeit werden an der Hela 126 Kinder in der Basis- und 34 in Aufbaustufe unterrichtet. Dazu kommen noch die unbegleiteten Flüchtlinge. „Die Zahl wird eher noch steigen“, sagte Stargardt. Ob man ein weiteres Gebäude benötige, wie Bernd Delfs vermutete, müssen man sehen. Stargardt: „2016 werden drei bis vier weitere Klassenräume frei.“

Für den Fahrdienst an der Fröbelschule zeichnet sich eine Lösung ab. Zurzeit werden die Förderschüler zu ihren auswärtigen Terminen von einem gewerblichen Fahrdienst gebracht. Die Kosten zahlt die Stadt als Schulträger. Künftig sollen aber die Autos des Fördervereins wieder zum Einsatz kommen. Am Lenker: Angehörige des Bundesfreiwilligendienstes. Drei Stellen sind ausgeschrieben.

 

 

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