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Kunstflecken : Fynn Großmann gewinnt den Jazz-Förderpreis des Kulturforums

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Preisträgerkonzert in der Werkhalle überzeugte auf allen Ebenen

von
erstellt am 26.Sep.2015 | 11:00 Uhr

Neumünster | Es war der Höhepunkt des Abends: Wolfgang Meyer-Hesemann vom Kulturforum Schleswig-Holstein und die erste Preisträgerin des Jazzförderpreises von 2007, Sandra Hempel, übergaben am Donnerstagabend beim Fleckendonner den Jazz-Förderpreis des Kulturforums. Mit Fynn Großmann (23) wurde ein junger Musiker geehrt, der in Neumünster längst kein Unbekannter mehr ist. Schon 2009 und 2010 trat er hier auf. Mit seiner Gruppe „Highfive“ gewann er damals schon einen Preis.

Sandra Hempel zeichnete seinen beeindruckenden musikalischen Weg von seinem siebten Lebensjahr bis heute nach. Der Förderpreis soll ihn jetzt musikalisch erneut weiter führen. Das Preisgeld wird in Instrumente investiert, so der Gewinner.

Der Grund für die Auszeichnung wurde anschließend gut hörbar: Fynn Großmann spielte mit seinem Quintett neun Stücke, von denen er acht selbst geschrieben hat. In seinen Anmoderationenen erzählte der Saxofonist manches Detail zur Entstehungsgeschichte. Manchmal waren es Vorbilder wie John Coltrane oder Bach, manchmal versuchte er, Ereignisse aus seinem Leben vertont zum Besten zu geben. So waren seine Bedenken vor einem Tandemsprung deutlich wahrzunehmen – ebenso wie der grandiose freie Fall und eine sichere Landung.

Was diese fünf Musiker auf die Bühne brachten, ist zweifelsohne einen Preis wert. Mit Phillip Dombusch (ebenfalls Saxofon) ergänzte sich der Preisträger großartig. Er ließ aber auch seinen Mitstreitern Johannes Metzger (Schlagzeug), Marko Djudjevic (Piano) und Clara Däubler (Bass) viel Raum.

Im Publikum war man sich einig: Immer wieder wurde in der Pause schon spekuliert, auf welcher großen Bühne und wann man sie demnächst wieder erleben wird. Eine gute Jury-Entscheidung: Fynn Großmann ist ein sehr verdienter Preisträger. Das im Rahmen des Kunstfleckens zu zeigen, ist ein Gewinn für Neumünster.

Zuvor hatten weitere junge Leute ihr musikalisches Können gezeigt: Unter Leitung von Christoph Rohlfing eroberten 15 junge Neumünsteaner die Bühne. Die Bigband der Gemeinschaftsschule Faldera machte mit ihrem Einstand deutlich: Beim Fleckendonner geht es um junge Musiker. In vier Stücken bewiesen die Schüler ihr Können. Christoph Rohlfing gelang es durch geschickt gesetzte Soli, dass sich fast die Hälfte der Schüler auch einzeln vorstellen konnte.  

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