SH Holstein International : Furioses Ende eines furiosen Turniers in Neumünster

Begeisterung beim Turnier SH Holstein International in den Holstenhallen rief auch die Ehrenrunde von Takashi Haase Shibayama nach dem Sieg im Großen Preis hervor.

Begeisterung beim Turnier SH Holstein International in den Holstenhallen rief auch die Ehrenrunde von Takashi Haase Shibayama nach dem Sieg im Großen Preis hervor.

Mehr als 5000 Zuschauer sehen an fünf Tagen hochklassigen Pferdesport. Veranstalter kassieren viel Lob.

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25. Oktober 2021, 14:16 Uhr

Das Reitturnier SH Holstein International in den Holstenhallen ist Geschichte, den letzten internationalen Grand Prix (Silver Tour) gewann ein Schweizer: Andreas Erni und Babouchka de L’Espina sicherten sich im heiß umkämpften Stechen den Sieg.

Nicht einmal 24 Stunden nach dem furiosen Sieg des für Japan startenden Takashi Shibayama Haase mit Crunchy, der sich über den gelungenen Coup im Hauptspringen riesig freute, ging der internationale Hallenauftakt in Neumünster zu Ende. Erni ist zwar Schweizer, lebt und arbeitet aber seit etlich Jahren im Norden Deutschlands: als Bereiter im Stall von Rolf-Göran Bengtsson, dann auf dem Gut Osterrade der Familie Fromberger. Inzwischen ist er zurück im Sportstall in Breitenburg.

Insgesamt 15 Paare erreichten das Stechen des Silver-Tour-Grand-Prix. Die erste Prüfung des Abschlusstages, den Preis der Pferdestadt Neumünster, gewann Amelie Ottens aus Loxstedt, die damit ihrer Erfolgsserie in Neumünster einen weiteren Triumph folgen ließ.

Teamspirit ist gefragt

Vor dem Sieg von Erni dominierte Teamspirit in den Holstenhallen, denn nach der coronabedingten Pause fand erstmals seit 2019 wieder ein Finale im Jugend-Team-Cup statt – und das gewann das Team Knutzen. Malin Asmussen mit Silent Pepper, Anna-Julika Sophie Böckenholt mit Carachas, Sarah Carstens mit Hanne und Leonie Paulsen mit Caitano: So heißt das Damen- und Pferdequartett, das den Gesamtsieg in der Teamwertung einheimste. Die „Regie“ hatte Teamleiter Jörg Carstensen aus Sollwittfeld in der Saison geführt.

Er ist hochzufrieden mit seinen Junioren und Jungen Reitern, die aus ganz unterschiedlichen Landkreisen kommen. Der Jüngste ist 13 Jahre, die Älteste 19 Jahre jung. „Die sind alle sehr engagiert dabei“, erklärte Carstensen. Das Teambuilding laufe hervorragend. „Auch wenn es gar keine Team-Cup-Turniere sind, sobald die sich sehen, ist das Team auch zusammen“, hat Carstensen beobachtet.

Ein Schaufenster für Talente

Bei den Jugend-Team-Cup-Prüfungen in Kl. M* gehen immer vier Reiter/Pferd-Paare an den Start, tatsächlich zählen aber mehr Reiter und Pferde zum Team Knutzen. Den Cup gibt es dank der Initiative von Henning Saggau und Detlef Peper bereits seit gut zwei Jahrzehnten. Gestartet wird immer unter dem Label eines Teamsponsors, die Serie ist ein Schaufenster für Nachwuchstalente und ganz nebenbei auch eine „gute Übung“ für Nationenpreisreiter.

Durften rundum zufrieden sein: die Organisatoren Thomas Voß (links) und Harm Sievers (vorne rechts).
Jörg Lühn

Durften rundum zufrieden sein: die Organisatoren Thomas Voß (links) und Harm Sievers (vorne rechts).

 

Komplimente, Unterstützung und viel Lob: Das bekam das Veranstaltertrio von SH Holstein International an den Turniertagen zu spüren und zu hören. Anfangs habe das Wetter ein paar Herausforderungen erzeugt. „Aber das hat unser ganzes Team super bewältigt“, erklärte Turnierleiter Harm Sievers.

Unterstützung wird zugesichert

Generell sind Sievers, Thomas Voß und Merve Henningsen zufrieden mit der Neuauflage von SH Holstein International. Mehr als 5000 Zuschauer erlebten an fünf Tagen Pferdesport oder bummelten durch die Ausstellung im Foyer und in der Halle 4. „Ich habe mich auch sehr darüber gefreut, dass ganz spontan einige Leute auf mich zukamen und für die Zukunft ihre Unterstützung zugesichert haben“, verriet Sievers und rechnete vor: „Wir hatten an fünf Tagen 1200 Starts, können mit dem Ablauf der Prüfungen sehr zufrieden sein.“

Amateure nutzen ihre Chance

Das Konzept der Veranstaltung bleibe, wie es ist: internationale Prüfungen zum Auftakt der Hallensaison – für Profis und Amateure und auch Nachwuchsprüfungen. Insbesondere die Amateure nutzten die Gelegenheit, in der Bronze- und Silbertour an den Start zu gehen und in der großen Holstenhalle zu reiten, denn die ist für ihre lange Turniertradition bekannt. Gut möglich also, dass der Jugend-Team-Cup auch in Zukunft in Neumünster – bei den VR Classics im Februar – beginnt und in Neumünster bei SH Holstein International wieder endet.
 

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