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Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 15:42 Uhr

Alte Feuerwache : Funkstille bei der Wobau

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

OB Tauras wartet seit gut einer Woche, dass sich Wobau-Chef Honsberg zu den Verkaufsplänen erklärt.

von
erstellt am 06.Okt.2015 | 09:00 Uhr

Neumünster | In Sachen Alte Feuerwache herrscht immer noch Funkstille bei der Stadt-Tochter Wobau. Aus dem Vorzimmer von Wobau-Geschäftsführer Uwe Honsberg hieß es auch gestern nur: „Zurzeit gibt die Wobau keine weitere Stellungnahme zum Thema ab.“

„Es gab noch kein klärendes Gespräch mit Wobau-Geschäftsführer Honsberg und noch keine Antworten auf die Fragen der Stadt“, sagte Thorben Pries, der Büroleiter von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras, gestern auf Courier-Nachfrage. Laut Pries waren die Fragen am Montag vor einer Woche erst per Mail und dann auch noch auf dem Postweg an die Wobau geschickt worden. „Bis Stand heute ist noch keine Antwort eingegangen“, so Pries gestern Mittag.

Die Stadt ist Eigentümer der Wohnungsbaugesellschaft, hatte jedoch von der Absicht, das erst vor gut einem Jahr von ihr gekaufte Areal der Alten Feuerwache wieder abstoßen zu wollen, wie die Öffentlichkeit erst aus der Zeitung erfahren. Die Wobau hatte unter anderem im Immobilienteil des Couriers vom 26. September eine Annonce aufgegeben. Dort preist sie das „Grundstück in Citylage“ mit einem aus der Luft gemachten Foto und der Größenangabe „8714 m², Wohn- und Nutzfläche rd. 6700 m²“ an. Kaufpreis gegen Höchstgebot.

Ob das gesamte Areal verkauft werden soll oder nur ein Teil? Ob die Wobau ihre Geschäftsstelle von der Beethovenstraße an die Wittorfer Straße in die Alte Wache verlagern will oder jetzt nicht mehr? Muss die Wobau die schon getätigten Investitionen in das einst auch städtebaulich hochgelobte 6,5-Millionen-Euro-Projekt abschreiben? All das sind offene Fragen.

„Wir haben nur die Anzeige in der Zeitung mit der Quadratmeterzahl und der Höchstgebotforderung gesehen. Mehr wissen wir nicht“, sagte Tauras' Bürochef Pries. Die rechtliche Prüfung bei der Stadt sei noch nicht abgeschlossen. Thorben Pries: „Der nächste Zug ist die Antwort von Herrn Honsberg an den Oberbürgermeister.“ Für die abschließende Prüfung der Stadt sei es maßgeblich, was die Wobau am Standort Alte Feuerwache vorhat.

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