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Pferdestammbuch : Für 41 Hengste heißt es: Gekört!

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jubel und Beifallsstürme gab es für die Siegerhengste und das attraktive Schauprogramm.

Neumünster | Erwartungsvolle Spannung begleitete am Wochenende die Hengstkörung beim Pferdestammbuch Schleswig-Holstein / Hamburg. Rund 90 Hengste stellten sich in den Holstenhallen der Körkommission, die nach strengen Regeln richtete. Aus 17 Rassegruppen erhielten 41 Hengste das begehrte Prädikat „gekört“.

Gut vorbereitet hatte sich der Nachwuchs bereits am Freitag bei der Musterung auf festem Grund präsentiert. Am Sonnabend verfolgten rund 1000 Besucher das Freispringen der „jungen Wilden“ mit großem Interesse und Sachverstand. Gespart wurde dabei allerdings auch nicht mit herber Kritik. „Der hat das Springen aber wirklich nicht erfunden“ oder „Den hätte ich im Stall gelassen“ lautete es in manchen Kommentaren in den Reihen der Zuschauer. Wenn es allerdings hieß: „Dieser Hengste ist gekört“, wurde dies mit ebenso lautstarkem Beifall von den Rängen gefeiert.

Zu denen, die die Jury letztlich überzeugen konnten, gehörte unter anderem der Fjordpferdhengst Viking (von Vacceur) von Elke Wegmann aus Süderstapel (Kreis Schleswig-Flensburg). Ihm bescheinigten die Richter sowohl einen ausdrucksstarken Typ als auch einen hervorragenden Auftritt.

Den Sieger unter den Deutschen Reitponys, der mit mehr als 30 Pferden größten Rassegruppe, stellt erneut Peter Böge aus Schönhorst. Steendieks Candillo (von Chambertin) führt das Lot an. „Reservesieger wurde – und dies wurde im Publikum doch mit einigem Schmunzeln bedacht – Steendieks Donald Trump (von Dodge City). Zum zweiten Reservesieger wurde Heitholms Dempsey (von Don’t Worry) vom Hof Kasch in Meldorf benannt. Insgesamt fällte die Körkommission um Dr. Elisabeth Jensen für die Reitponys 22 Mal das Urteil „gekört“.

Gestern Nachmittag stand schließlich der beliebte Schaunachmittag auf dem Programm. Mehr als 2000 Besucher ließen sich dabei in 19 Schaubildern mit auf eine fantasievolle Reise „ab in den Urlaub“ nehmen. Unter anderem ging es dabei mit einer rasanten Römerwagen-Quadriga in Richtung Italien, das Showteam Mirage Espanol zeigte „Feria“ in Spanien und die Hofgemeinschaft Dreilinden nahm das Publikum mit auf eine abenteuerliche Safari. Das Team um den Lokalmatador Sven Voigt aus Tasdorf bewies dagegen, dass sich mit Schleswiger Kaltblütern auch zu Hause lustige Ferien verbringen lassen. „Alle Nummern haben etwas Besonders. Doch für uns sind die Mini-Shettys immer das Größte. Denn sie sind so süß und kuschelig“, waren sich Yvonne Hartz (44) und ihre Tochter Tia-Marie (12) aus Latendorf einig.

Insgesamt sorgten mehr als 400 Reiter, Kutschfahrer und Statisten drei Stunden lang dafür, dass die Zuschauer aus dem Staunen nicht herauskamen. Belohnt wurden die kreativen Choreografien immer wieder mit gellendem Jubel und begeisterten Beifallsstürmen.

Noch während der Veranstaltung begann schon der Umbau für die nächste Pferde-Veranstaltung. Ab Donnerstag geht es in den Holstenhallen
mit dem internationalen Reitturnier weiter, bei dem
Spring- und Dressurreiter um wichtige Weltranglistenpunkte kämpfen.

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