Neumünster : Fünf Weltmeister und viel Spaß

Das Team, das die dänische Mannschaft darstellte (in weiß) dominierte das Finale gegen die „Schweizer“ und gewann gestern verdient den Weltmeisterkrug mit Naschereien durch einen 1:0-Sieg.
Das Team, das die dänische Mannschaft darstellte (in weiß) dominierte das Finale gegen die „Schweizer“ und gewann gestern verdient den Weltmeisterkrug mit Naschereien durch einen 1:0-Sieg.

Rund 650 Schüler nehmen an der Mini-Fußball-WM der Alexander-von-Humboldt-Schule teil / Klausuren über Fifa-Strukturen

shz.de von
30. Juni 2018, 07:30 Uhr

Neumünster | „Dä-ne-mark, Dä-ne-mark!“ Die Anfeuerungsrufe vom Spielfeldrand waren gestern Mittag auf dem Sportplatz der Alexander-von-Humboldt-Schule (AHS) nicht zu überhören. Bei strahlendem Sonnenschein wurden Fahnen geschwenkt, Maskottchen wie die Schweizer Kuh feuerten ihr Team an. Auf dem Feld wurde derweil mit vielen Emotionen gekämpft. Dänemark gegen die Schweiz hieß das Finale der Mini-Fußball-WM bei den fünften Klassen. Dänemark setzte sich am Ende verdient mit 1:0 durch. Der entscheidende Treffer fiel kurz vor Abpfiff der zehn Minuten Spielzeit.

Insgesamt fünf Weltmeister in den Klassenstufen 5 bis 9 ermittelte die Schule gestern und am Freitag davor. An den Start gingen die Länder, die auch tatsächlich bei der richtigen Fußball-Weltmeisterschaft in Russland derzeit dabei sind oder waren. Gespielt wurde nicht nur auf dem eigenen Sportplatz, sondern auch im Einfelder Stadion. „Die Spielorte haben dabei die Namen der russischen Stadien“, erklärte Volker Schneider. Der Geschichts-, Englisch- und Sportlehrer hatte so etwas wie die Fifa-Präsidenten-Rolle inne.

Ausgearbeitet wurde das einmalige Projekt vom 11. Jahrgang des Sport-Profils für insgesamt rund 650 Schüler der AHS. Dabei ging es nicht nur um die komplette Organisation des Fußballturniers mit Urkunden, Siegerehrungen, Verpflegung und einem Quiz in der Spielpause. „Wir haben uns in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Thema Vergabe, Organisation und Ablauf einer Fußball-WM im Unterricht beschäftigt, und zwar in Theorie und Praxis“, so Volker Schneider. So erarbeiteten die Schüler eine Ausstellung zur WM in der Pausenhalle, entwarfen ihre kreativen Trikots selber, und beschäftigten sich auch mit Fragen, ob es sich lohnt, eine Fußball-WM zu boykottieren oder wie der Welt-Fußball-Verband Fifa aufgestellt ist. Darüber wurde dann auch eine Klausur geschrieben.

Vor allem das abschließende Fußball-Turnier stellte einen riesigen Organisationsaufwand dar. Lehrer Volker Schneider: „Die Schüler mussten sich unter anderem darum kümmern, dass die Plätze gemäht, genügend Bälle und Pfeifen für die Schiedsrichter vorhanden und ausreichend Sanitäter vor Ort sind.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen