Brückenstrasse : Fünf Millionen Euro fürs Bahnviertel

Veranstalter Nico Andresen (von links), Peter Tadsen von den Rendsburger Eisenbahnfreunden, Dr. Holger Busche vom Verein Kulturlokschuppen, Tobias Bielenberg von den Eisenbahnfreunden sowie die Intermodal-Geschäftsführern Jenny Jensen-Danielsen und Ingo Dewald, Chef der NEG, haben sich auf der Diesellok im Kombiverkehrsterminal positioniert. Im Hintergrund ist ein Greifstapler zu sehen.
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Veranstalter Nico Andresen (von links), Peter Tadsen von den Rendsburger Eisenbahnfreunden, Dr. Holger Busche vom Verein Kulturlokschuppen, Tobias Bielenberg von den Eisenbahnfreunden sowie die Intermodal-Geschäftsführern Jenny Jensen-Danielsen und Ingo Dewald, Chef der NEG, haben sich auf der Diesellok im Kombiverkehrsterminal positioniert. Im Hintergrund ist ein Greifstapler zu sehen.

NEG und Intermodal investieren unter der Max-Johannsen-Brücke / Lokschuppen will Museumsbetrieb aufnehmen / Neue Straße für Schwerlaster

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25. April 2016, 17:23 Uhr

Neumünster | Auf dem Gelände unter der Max-Johannsen-Brücke wird sich in absehbarer Zeit einiges tun. Während die Norddeutsche Eisenbahngesellschaft (NEG) und die Firma Intermodal rund fünf Millionen Euro in den Ausbau des Kombiverkehrsterminals (KVT) stecken wollen, soll ab Herbst der Lokschuppen als Eisenbahnmuseum wieder regelmäßig öffnen.

Noch gehört das insgesamt gut 24  000 Quadratmeter große Areal der Bahn-Immobilien-Firma Aurelis. Der Verein Kulturlokschuppen und die NEG sind Pächter, stehen aber in Kaufverhandlungen. Seit gut einem Jahr läuft der KVT-Betrieb. Züge bringen vor allem Split für den A7-Ausbau, der dann auf Laster verteilt wird; 150  000 Tonnen im vergangenen Jahr. Hinzu kamen 50  000 Tonnen Zement für eine Rendsburger Baufirma. Umgekehrt wurden etwa 50  000 Tonnen Holz aus den umliegenden Forsten verladen und mit der Bahn abtransportiert. Ab kommenden Jahr soll es regelmäßig zwei Züge geben, die zwischen dem Ruhrgebiet und Neumünster pendeln und Lkw mit Ladung transportieren.

Geplant ist nun ein Bürogebäude für bis zu zehn Angestellte, zudem eine Lärmschutzwand zur benachbarten Kleingartenkolonie und eine Sickergrube. Weil der Schwerlastverkehr deutlich steigen wird (schon heute sind es bis zu 100 Laster am Tag), soll eine neue Straße zwischen der Max-Eyth-Straße und dem KVT für Entlastung sorgen. „Laster sollen dann von der Autobahn kommend durch die Max-Eyth-Straße bis unter die Brücke und wieder zurück fahren. Entsprechend wird die Strecke auch ausgeschildert“, erklärte gestern NEG-Geschäftsführer Ingo Dewald.

Damit der Lokschuppen wieder einen Gleisanschluss und eine Abfahrt erhält und sich der KVT vergrößern kann, läuft ein Planfeststellungsverfahren. „Die Bahn hat das Gelände entwidmen lassen, deshalb sind nun wieder viele Gutachten nötig“, sagte Dewald.

Ab Herbst will der Verein Kulturlokschuppen wieder an regelmäßigen Öffnungszeiten einen Museumsbetrieb, vermutlich mit Café, aufnehmen. Die historische Dampflok der Eisenbahnfreunde Rendsburg ist mittlerweile restauriert und steht an alter Stelle. Einige weitere Triebwagen und Loks sind ebenfalls auf dem Gelände. Mit viel Mühe und in unzähligen Arbeitsstunden haben Mitglieder beider Vereine das Gelände wieder hergerichtet. Zum zweiten Mal wird vom 8. bis 10. Juli dort das Skufe-Festival stattfinden. Höhepunkt: Loveparade-Erfinder Dr. Motte hat sich angekündigt und will in Neumünster seinen Geburtstag feiern. Zuvor findet am 4. und 5. Juni eine große Modellbau-Ausstellung im Lokschuppen und im ehemaligen Sozialgebäude statt.

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