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Frühjahrskonzerte starteten auf höchstem Niveau

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2014 | 15:22 Uhr

Mit Kammermusik auf höchstem Niveau starteten in der Christuskirche die Bordesholmer Frühjahrskonzerte. 70 Besucher lauschten in intimer Atmosphäre dem glänzend eingespielten Hyperion-Trio, das mit Schumann, Knorr und Schubert eindringlich sein großes Können bewies.

Melodische Fantasie, wechselnde Stimmungen und ausgefeilte Klangkonstruktionen: Robert Schumanns „Klaviertrio Nr. 2 F-Dur op. 80“ war genau die richtige Herausforderung für die Musiker. Als zentraler Ruhepol am Piano agierte Hagen Schwarzrock, der aber nur scheinbar seine Mitstreiter dirigierte, denn hatten Oliver Kipp, Violine, und Katharina Troe, Cello, ihren eigenen „Kopf“. Beide ließen im ersten Satz des Werkes imaginäre Sänger erscheinen, machten die vielfältigen Melodien bis in die hintersten Reihen der gut gefüllten Kirche greifbar.

Nach Schumann pur folgte mit den „Variationen über ein Thema op.1“ von Iwan Knorr die Exegese des großen Romantikers, die das Trio in atemberaubend souveräner Form bewältigte. Walzerartig, elegisch und bei allen wechselnden Tempi jederzeit mitreißend, wagten sich die Musiker an das pompöse Opus, spielten mit den notierten Vorgaben und machten daraus ihre ganz eigenen Schumannschen Variationen.

Zeit zum Durchschnaufen gab es für die Besucher in der Pause, ehe 45 Minuten konzentrierten Zuhörens folgten. Franz Schuberts „Klaviertrio Nr. 1 B-Dur op 99/D898“ paarte seine Komplexität mit der spielerischen und interpretatorischen Klasse des seit 15 Jahren zusammenspielenden Trios. Langer Applaus quittierte diese vorzügliche Darbietung.


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