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Neumünster : Frohe Botschaft für das Bahnwerk – 650 Jobs gesichert

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bahnvorstand Berthold Huber kündigt in Berlin den Erhalt aller Werke der Fahrzeuginstandhaltung an. Das sorgt für Erleichterung in Neumünster.

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erstellt am 10.Nov.2017 | 18:50 Uhr

Neumünster | Gute Nachrichten für die rund 650 Mitarbeiter des Fahrzeuginstandhaltungs-Werkes der Deutschen Bahn in Neumünster: „Es werden alle Werke erhalten!“, verkündete Berthold Huber, Vorstand Verkehr und Transport der Deutschen Bahn AG, auf einer Betriebsräte-Vollversammlung der DB Fahrzeuginstandhaltung (FZI) in Berlin. „Wir werden kein Werk schließen.“ Ein entsprechendes Schreiben ging an die Belegschaften der 13 Standorte in Deutschland.

Damit dürfte die Unruhe in der Belegschaft des Bahnbetriebes an der Kieler Straße vorerst vorüber sein. Zu Befürchtungen, das Werk könnte geschlossen werden, war es im Dezember 2016 gekommen, als die Personalleitung Sozialbögen verteilt hatte, ein Schritt, der häufig vor einschneidenden Kündigungswellen erfolgt.

Die Ankündigung aus Berlin sorgt bei den Arbeitnehmervertretern des Neumünsteraner Werkes für Erleichterung. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagte Betriebsratsvorsitzender Heiko Pätzel shz.de. „Mir fällt ein riesiger Stein vom Herzen.“ Seiner Aufgabe werde es jetzt sein, mit dem Mitarbeitern darüber zu sprechen, was die Aussagen des Vorstands für das Werk in Neumünster bedeuten.

Auslastung steigt

Grund sei die spürbar gestiegene Auslastung der Werke in den vergangenen Monaten. Insgesamt erwartet der DB-Konzern für 2017, dass die Verluste des Vorjahres halbiert werden können. Wie es in von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) weiter heißt, habe Huber die Grundzüge der künftigen Werkestrategie der DB FZI dargelegt. Demnach soll die Auslastung weiter gesteigert, Arbeit in den Werken generiert und die Leistung verbessert werden. Das Drittkundengeschäft solle intensiviert werden. Das Ziel, in diesem Jahr acht Prozent mehr Umsatz in diesem Segment zu erwirtschaften, werde bereits übertroffen. Außerdem gelte es, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, um Arbeiten standortübergreifend standardisieren zu können.

„FZI2020+“ heißt die Unternehmensstrategie, deren Vision es nach eigenen Angaben ist, neben der Zukunftssicherung die DB Fahrzeuginstandhaltung zum „stärksten Partner für Flottenmobilität in Europa“ zu machen.

Pätzel sieht das Werk in Neumünster bereits auf einem guten Weg. „Wir haben uns inzwischen wesentlich breiter aufgestellt, sind flexibler und und haben deutlich mehr Arbeit als noch vor einem Jahr.“ Unter anderem sei die Produktpalette um einen eigenen Klima-Prüfstand und die Wartung von Elektro- und Verbrennungstriebwagen erweitert worden.

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