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Bewegende Feier : Fröhliche Lieder zum Hospiztag

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Lutherchor aus Tungendorf erfreute zum Welthospiztag etwa 180 Besucher mit einem Gospelkonzert.

Neumünster | Heiter und beschwingt ging es gestern Nachmittag in der vollen Auferstehungskapelle des Südfriedhofs zu: Der Lutherchor aus Tungendorf erfreute zum Welthospiztag etwa 180 Besucher mit einem Gospelkonzert. Organisiert hatte die Veranstaltung die Hospiz-Initiative, die sich um die Begleitung von Sterbenden und ihrer Angehörigen kümmert.

„Sonst ist die Kapelle ein Ort der Trauer. Wir wollten hier auch Raum für Fröhliches bieten“, erklärte Kirsten Lesniak, die ehrenamtlich bei der Initiative arbeitet. „Ein Lied kann eine Brücke sein“, lautete das Motto der Veranstaltung. Dorothea Körner, die Leiterin der Hospiz-Initiative, erläuterte eingangs: „Es kann eine Brücke zu anderen sein, aber auch zu den eigenen Gefühlen und Erinnerungen.“ Ein buntes Programm aus bekannten und weniger bekannten, launigen und besinnlichen Stücken hatte der gemischte Chor unter der Leitung von Margret Cords zusammengestellt. „Jesus on the mainline“, „Amazing Grace“ oder „Über sieben Brücken“ waren nur 3 der 15 Lieder, die der toll eingespielte, 31 Sänger starke Chor sauber und mit viel Sangeslust präsentierte.

Zwischen den Liedern wurden zudem literarische Häppchen vorgetragen: So gab es etwa Michael Endes „Anderwelt“ oder Hermann Hesses „Stufen“. Allesamt waren es Texte, die Hoffnung geben und den Tod als Teil eines Veränderungsprozesses sehen. „Ich möchte die Menschen unterstützen, sie sollen nicht allein sein, wenn sie sterben“, erklärte beispielsweise Erika Eichler ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei der Hospiz-Initiative.

An jedem ersten Sonntag im Monat ist die Auferstehungskapelle geöffnet, und zwei Helfer sind vor Ort, die zu Gesprächen bereit sind. „Es hilft vielen Menschen zu sprechen. Wir können die Sterbenden oder ihre Angehörigen auffangen“, meinte Kirsten Lesniak.

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erstellt am 12.Okt.2015 | 12:00 Uhr

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