zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 19:15 Uhr

Vicelin-Kita : Fröhliche Geburtstagsfeier

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rund 100 Eltern, Kinder, Erzieher, Ehemalige und Kirchenvertreter blickten auf 40 Jahre Kita-Entwicklung zurück

Neumünster | Passend zum Wetter strahlten alle um die Wette: Ihren 40. Geburtstag feierte das Team der Vicelin-Kita am Mühlenhof mit viel guter Laune. Rund 100 Eltern, Kinder, Erzieher, Ehemalige und Kirchenvertreter waren gekommen. Fröhliche Kinderlieder wechselten sich ab mit offiziellen Reden. 1974 war die Kita in Pfahlbauweise (Kosten: 580 000 Mark) als einer der modernsten Kindergarten der Bundesrepublik eingeweiht worden.

Doch wichtiger als das Gebäude sind die Leitsätze und Menschen, die es mit Leben erfüllen. „Ihr meistert eine anspruchsvolle Aufgabe von so großer Wichtigkeit, Kinder Kinder sein zu lassen und sie doch auf das Leben vorzubereiten“, sagte Melanie Michalowski, seit Januar neue Kita-Leiterin, zum Team. Frei nach Goethe erhielten hier Kinder sowohl Wurzeln als auch Flügel, lernten Selbstbestimmung, eroberten neue Lebensräume. „Kinder sollen Chancen erhalten, ihre Fähigkeiten zu entfalten. Sie sind die Gesellschaft von morgen“, sagte sie.

„Mit Gott groß werden“ – dieses Motto ist für die Kita, die jetzt in Trägerschaft des Kirchenkreises ist, grundlegend. Gebete, Andachten, Kirchenbesuch und christliche Feiern gehören zum Kita-Alltag, auch wenn die Kita multikulturell ist und die erste im Lande war, die eine türkische Mitarbeiterin einstellte. Melanie Michalowski erklärte, warum auch türkische Eltern ihre Kinder in eine kirchliche Kita bringen: „Wir stehen für Traditionen, die ganz wichtig sind.“

Rund 1000 Kinder haben ihren Start ins Leben erlebt, schätzte Pastor Gerson Seiß und lobte die Kita „mit Geist und Atmosphäre“. Pastorin Simone Bremer vom Kirchengemeinderat erinnerte an frühere Leitungen, die Baugeschichte, die Farbgebung („orange im Stil der 70er-Jahre“) und ihren Einsatz („ich stieg als Nikolaus aufs Dach“).

Barbara Gonnermann vom Kirchenkreis Altholstein dankte den Erzieherinnen, die sich „mit Offenheit und Freude für die Kinder einsetzen“, und wünschte, dass die Kita ein Anziehungspunkt im Stadtteil bleibt. Eine Anekdote zeigte den Wandel über die Jahrzehnte: Ein Steppke erklärte seiner Erzieherin beim Schuhanziehen: „Du musst nicht so langsam reden, ich bin nicht dumm, ich bin nur klein.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert