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Schüleraustausch : Fröhliche Drachenboot-Lektionen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

19 Schüler aus der Bretagne zu Gast bei der Freien Waldorfschule / Einladung zum Kanu-Klub: Viele paddelten zum ersten Mal in den Booten

shz.de von
erstellt am 04.Jun.2016 | 09:30 Uhr

Neumünster | Und „un“ und „deux“: Statt „eins“ und „zwei“ erscholl das Kommando am Donnerstagnachmittag auf Französisch über den Einfelder See. 19 Schüler des Collège Mathurin Méheut aus der Bretagne gingen beim Kanu-Klub Neumünster mit Drachenbooten aufs Wasser. Sie waren eine Woche zu Besuch bei der Freien Waldorfschule. Über die Mutter einer Schülerin kam der Kontakt zum Klub zustande – und für viele der deutschen und französischen Schüler war es eine Premiere.

Vor der fröhlichen Paddeltour gab es eine Sicherheits-Einweisung. „Ein Boot hat zehn Bänke für je zwei Leute. Alle paddeln gleichzeitig, der Rhythmus ist sehr wichtig“: Steuerfrau Lena Rulle und Steuermann Silvan Ostheimer erläuterten die wichtigsten Regeln und erläuterten die Haupt-Paddelkommandos zum Stoppen des Bootes, zum Vorwärts-Paddeln und zum Innehalten. „Und merkt Euch die Nummern Eurer Bänke und Euren Sitznachbarn. Falls das Boot wider Erwarten umkippt, frage ich alle, ob sie ihren Nachbarn sehen“, betonte Silvan.

Doch das passierte nicht. Im gemeinsamen Hau-Ruck wurden zwei Drachenboote ins Wasser gehievt, alle stiegen ein und dann ging es auf den See. Es galt, einen gemeinsamen Rhythmus beim Paddeln zu finden – und das gelang mit mehr oder weniger großem Erfolg. Am Ende der Rundfahrt gab es sogar ein deutsch-französisches Wettrennen – die „Waldis“ siegten. Doch tatsächlich zählte vor allem der Spaß an der Sache – es war eine lustige, ausgelassene Stimmung – hörbar bis ans Ufer.

Der Kontakt zwischen den Schulen war durch Marion Perriot zustande gekommen, deren kleine Schwester an die bretonische Schule geht und die inzwischen an der Waldorfschule Englisch und Französisch unterrichtet. Die „Waldis“ hatten bereits im März die Bretagne besucht. Begleitet wurden die französischen Schüler – alle im Alter von 14 bis 15 Jahren – von Chrystèle Goven und Isabelle Leprêtre; untergebracht waren sie bei Waldorf-Gasteltern.

Neumünster war in der Besuchswoche der Ausgangspunkt für viele interessante Ausflugstouren, unter anderem besichtigten die Gäste die Hamburger Speicherstadt und machten eine Stadtrundfahrt, vergnügten sich am Falkensteiner Strand und wanderten im Wattenmeer.

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