Kreisverband Neumünster : Frischer Wind bei den Grünen

Sven Radestock
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Sven Radestock

Mit einem neuen Führungstrio tritt die Partei zur Kommunalwahl an / Klimaschutz, mehr Wohnraum und bessere Bildung sind Kernziele

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31. Januar 2018, 09:30 Uhr

Neumünster | Die bemerkbare neue Energie bei den Grünen schlägt bis auf die kommunale Ebene durch. 42 Mitglieder hat der Ortsverband Neumünster mittlerweile, so viele wie nie zuvor. 20 davon verabschiedeten am Montagabend nicht nur das Parteiprogramm zur Kommunalwahl am 6. Mai, sondern sorgten auch für Überraschungen auf der Kandidatenliste. Mit Sven Radestock, Wiebke Diehlmann und Geoffrey Warlies stehen gleich drei Neue auf den Top-Positionen für die Ratsversammlung.

Das Trio ist im kommunalpolitischen Geschäft nicht unerfahren. Radestock (47) ist Stadtteilvorsteher in Einfeld. Der NDR-Hörfunk-Redakteur engagiert sich zudem in der Kirchenarbeit. „Der christliche Gedanke ist mir sehr wichtig“, betont der Familienvater. Wiebke Diehlmann (51) sitzt seit 2013 im Schul-, Kultur- und Sportausschuss, im Schulleiterwahlausschuss und im Stadtteilbeirat Böcklersiedlung-Bugenhagen. Geoffrey Warlies (32) schließlich vertritt seit 2016 die Interessen der Grünen im Bau- und Vergabeausschuss.

Auf den ebenfalls nicht aussichtslosen Plätzen vier bis sechs kandidieren dann mit dem Kreisvorsitzenden Hans Heinrich Voigt, Ralf Ketelhut und Thomas Krampfer drei erfahrene Ratspolitiker. Die beiden weiteren Ratsherren Sebastian Fricke (Listenplatz 15) und Michael Schaarschmidt (trat nicht mehr an) sind in der kommenden Legislaturperiode hingegen vermutlich nicht dabei. Sie stehen aber beide als Direktkandidaten in einem der 22 Wahlkreise zur Verfügung.

In ihrem Programm setzen die Grünen Schwerpunkte in den Bereichen Klimaschutz, Wohnversorgung und Bildung. Sie fordern die Umsetzung des 2014 erarbeiteten Klimaschutzkonzeptes, einen Klima-Manager und einen hauptamtlichen Fahrrad-Beauftragten, um die Stadt langfristig CO2-neutral zu machen. Autoverkehr soll reduziert, die Nutzung von Fahrrädern und Bussen attraktiver gemacht werden. So schlagen die Grünen etwa vor, dass jede Busfahrt nur einen Euro kostet.

Kitas und Schulen in der Stadt müssten besser ausgestattet werden. Die Qualität soll steigen, Erzieher mehr Geld bekommen. Und: Auf Sportstätten, die nicht mehr genutzt werden, sollen bezahlbare Wohnungen entstehen, so die Grünen.

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