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Jahrmarkt : Friedlicher Rummel: Polizei ist zufrieden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Sicherheitskonzept der Polizei ist aufgegangen. Außerdem sorgt ein privater Sicherheitsdienst für Ruhe.

Neumünster | Das Sicherheitskonzept der Polizei auf dem Jahrmarkt ist aufgegangen. Nach handfesten Auseinandersetzungen zwischen türkisch- und afghanischstämmigen Jugendlichen auf dem Frühjahrs-Jahrmarkt Mitte Mai hatte die Polizei am Wochenende die Präsenz auf dem Rummel verstärkt (der Courier berichtete). Mit Erfolg: Diesmal blieb laut Pressesprecher Sönke Hinrichs bis auf eine kleinere Körperverletzung am späten Freitagabend alles ruhig.

Stattdessen gab es nur fröhliche Gesichter auf auf dem Jugendspielplatz an der Carlstraße. Auf einer überschaubaren Fläche boten 40 Schausteller am Wochenende insbesondere Kindern viel Freude. „ Den Sommermarkt besuche ich in erster Linie, weil meine Tochter Spaß daran hat“, erzählte Johanna Beuck aus Tungendorf, während ihre Tochter Fiona (5) im Baby-Flug herumsauste. Jörg Zencker aus Einfeld, der sich mit seinem Sohn Noah (5) auf dem Jahrmarkt vergnügte, fühlte sich auf dem Rummel am Wochenende durchaus sicher. „Krawall habe ich keinen mitbekommen. Ich werde weiterhin den Markt mit meinem Sohn besuchen“, sagte er.

„Wir hatten lediglich eine Schlägerei mit einer geplatzten Augenbraue am Freitag gegen 22 Uhr. Außerdem mussten sich die Kollegen am selben Abend um eine hilflose Person kümmern“, so Polizeisprecher Sönke Hinrichs.

Auch Bianca Bredow und Jessica Basedow, die als ehrenamtliche Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort waren, wussten von den zwei Vorfällen. „Wir hatten am Freitag zwei Rettungswageneinsätze. Ein Jugendlicher erlitt bei einer Schlägerei eine Verletzung. Außerdem war einer so stark alkoholisiert, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Insgesamt ist es aber vergleichsweise ruhig,“ sagten sie.

Ludolf Fock, Vorsitzender des Schaustellerverbandes, war mit den Besucherzahlen am Wochenende durchaus zufrieden. „Die Leute haben keine Lust mehr auf Strand und Grillen. Das haben wir gemerkt“, meinte er erfreut. Positiv bewertete er auch den Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes, der permanent vor Ort war. „Das werden wir in Zukunft beibehalten. Das schreckt Querulanten ab“, so Fock.


Wer sich auf dem Rummel vergnügen möchte, hat dazu heute noch die Gelegenheit. Der Herbstmarkt findet dann vom Freitag, 17. Oktober, bis Montag, 20. Oktober, statt.

 

Kommentar von Dörte Moritzen

Sicherheitskonzept war absolut richtig

Viele Jahrmarkt-Freunde haben die Szenen aus dem Frühjahr noch vor Augen: Damals gingen zwei  rivalisierende Jugendgruppen plötzlich aufeinander los und versetzten   am Nachmittag zwischen den Karussells viele Familien in Angst und Schrecken. Auch wenn einst nicht viel passierte, ist das neue Sicherheitskonzept von Polizei und Schaustellern durchaus richtig: Sie reagierten mit Streifen und einem privaten Wachdienst auf den kurzen aber heftigen Gewaltakt. Und das ist richtig so.  Die Jahrmarktbesucher haben es gedankt und sich auf dem Rummel wieder so richtig wohlgefühlt – mit Kind und Kegel. Natürlich ist es schade, dass derartige Sicherheitsvorkehrungen überhaupt erst getroffen werden müssen, weil sich einige nicht benehmen können. Aber es ist immer noch besser,   die  Querulanten   von vorn herein auszuladen, als irgendwann ganz auf den Jahrmarkt verzichten zu müssen. Denn der macht einfach Spaß – und hat Tradition.

 



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erstellt am 11.Aug.2014 | 06:00 Uhr

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