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Nordfriedhof : Friedhofsmauer soll saniert werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Förderverein „Denkmal Friedhof“ sucht jetzt Sponsoren und will auch die Stadt in die Pflicht nehmen.

von
erstellt am 10.Dez.2015 | 17:26 Uhr

Neumünster | Zwei Musterfelder der maroden Mauer am Nordfriedhof sind im Sommer mit Förderung des Landesamts für Denkmalschutz und des Landeskirchenamtes schon saniert worden. Doch bei weiteren 88 Mauerelementen steht diese dringende Sanierung noch aus. Dafür sucht der Förderverein „Denkmal Friedhof“ noch Spender und rechnet mit Kosten von 3000 Euro pro Feld.

Das Mauerwerk muss per Strahlverfahren gereinigt und dann großflächig saniert werden, die kunstvoll gestalteten Sichtgitter gestrahlt, verzinkt und neu lackiert werden. Bei insgesamt benötigten 320  000 Euro hofft der Verein, zunächst 85  000 Euro zusammenzubringen, um die 20 am schwersten beschädigten Felder im kommenden Jahr zu sanieren. „Der westliche Teil der Friedhofsmauer ist mehr als 100 Jahre alt, der im Osten stammt von 1927, als der Nordfriedhof vergrößert wurde“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Uwe Kröger. 1927 wurden auch die ursprüngliche Mauerabdeckung aus Pfannen durch Beton ersetzt.

Peter Lang, der Chef der Friedhofsverwaltung, nennt das Problem: „Die Abdeckung aus Beton und die Fugen lösen sich immer mehr auf. Wasser kann so eindringen, und der Frost beschädigt die Mauer, die sich von oben nach unten auflöst.“ Auch Abgase und Erschütterungen haben der Mauer zugesetzt. Lang: „Als sie gebaut wurde, fuhren noch Pferdefuhrwerke auf der Plöner Straße und keine schweren Lkw.“

Der Förderverein möchte als Sponsoren nicht nur Firmen und private Mäzene, sondern auch die Stadt mit ins Boot holen. Lang: „Die Mauer ist denkmalgeschützt und prägt das Ortsbild. Unser Wunsch ist, dass die Stadt sich finanziell beteiligt und den Friedhof als wichtigen Bestandteil ihrer selbst anerkennt.“ Der Friedhof könne die Sanierung nicht aus dem normalen Haushalt bezahlen. Lang: „Wir sind ein kirchlicher Friedhof, bekommen bisher keine Gelder von der Stadt und auch nicht aus der Kirchensteuer.“  

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