Kunstobjekt : Freundlicher Kant als Wahrzeichen

Das überdimensionale Kant-Portrait „Der freundliche Imperativ“ an der Rückseite der Turnhalle weihten (von rechts) IKS-Schulleiterin Elke Jönsson, die Künstler Susanne Kallenbach und Clemens Franke, Stadtrat Carsten Hillgruber und Sünne Höhn vom Kulturbüro gestern offiziell ein.
Das überdimensionale Kant-Portrait „Der freundliche Imperativ“ an der Rückseite der Turnhalle weihten (von rechts) IKS-Schulleiterin Elke Jönsson, die Künstler Susanne Kallenbach und Clemens Franke, Stadtrat Carsten Hillgruber und Sünne Höhn vom Kulturbüro gestern offiziell ein.

Überdimensionales Portrait des Namensgebers der Kant-Schule wurde gestern offiziell eingeweiht

Gabriele Vaquette2.jpg von
25. Januar 2017, 09:30 Uhr

Neumünster | Es ist 400 Kilo schwer und meterhoch: Ein riesiges Porträt des Philosophen Immanuel Kant hängt an der Rückseite der Turnhalle der Kant-Schule und trägt den Titel „Der freundliche Imperativ“. Die Kunst im öffentlichen Raum wurde erschaffen von den Künstlern Clemens Franke und Susanne Kallenbach und wurde gestern offiziell eingeweiht.

„Kants Aufforderung zum respektvollen Umgang miteinander ist uns besonders wichtig“, sagte Schulleiter Elke Jönsson und spielte auf den berühmten „kategorischen Imperativ“ Kants an. Dieser lautet: „Handle nur nach der Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“ – die Aufforderung, stets moralisch zu handeln. Die Künstler wandelten dies bewusst ab in den „freundlichen Imperativ“. „Kant sollte freundlich dargestellt werden, nicht streng“, sagte Susanne Kallenbach, die Neumünsteranern als ehemalige Stadttöpferin und Keramikkünstlerin bekannt ist.

Das vom Hansaring weithin sichtbare neue Wahrzeichen der Schule kostete 15000 Euro und ist aus hochwertigem rostfreien Edelstahl gefertigt, erklärte Franke. Die Idee entstand bereits im Mai 2015; rund 300 Arbeitsstunden stecken in dem Kunstobjekt, das rund 2,5 Millimeter dick ist und eine Fläche von etwa 27 Quadratmetern bedeckt. Rechts daneben unterstreicht ein fünf Meter großes Ausrufezeichen den Imperativ, das mit der Straßenbeleuchtung gekoppelt ist und in der Dämmerung gelb leuchtet. „Der freundliche Imperativ ist in diesen Zeiten ein besonders guter Grundsatz, Kant lächelt uns im Alltag aufmunternd an im Sinne einer modernen Pädagogik“, sagte Elke Jönsson.

Clemens Franke lobte die ausgesprochen konstruktive Zusammenarbeit mit Sünne Höhn vom Kulturbüro und den städtischen Behörden. Er und Susanne Kallenbach fertigten bereits ein Kant-Portrait, das in der Mensa hängt.

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