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Diamentenhochzeit : Freiheit ist der Schlüssel zum Glück

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Elke und Ernst August Hupe feiern heute ihre diamantene Hochzeit. Seit 60 Jahren gehen die Eheleute gemeinsam durch Dick und Dünn.

von
erstellt am 23.Apr.2015 | 15:00 Uhr

Neumünster | Eigentlich war er gar nicht ihr Typ. Elke Hupe (80) hatte schon immer eine Vorliebe für größere Männer – eine Voraussetzung, die Ernst August Hupe (84) nicht unbedingt erfüllte. Wie nebensächlich solche Dinge im Endeffekt sind, beweisen die beiden 60 Jahre später: Heute feiert das Paar aus Faldera seine diamantene Hochzeit.

Wer die beiden im Umgang miteinander beobachtet, sieht das Paradebeispiel für eine glückliche Ehe. Die Rollen in der Beziehung sind klar verteilt: „Er ist der Pascha, und ich bin die Glucke“, sagt Elke Hupe schmunzelnd. Noch heute bringt sie ihm jeden Morgen Frühstück ans Bett – „aber nur Häppchen, die krümeln nicht so.“

An die Anfänge ihrer Beziehung können sich beide noch genau erinnern. Am 2. November 1952 trafen sie sich in der Tonhalle, einem Tanzlokal am Großflecken. „Eigentlich war meine Freundin an ihm interessiert“, erinnert sich Elke Hupe. Doch der junge Mann hatte nur Augen für seine Elke. „Ich habe sie dann zum Tanzen aufgefordert und später nach Hause gebracht“, sagt Ernst August Hupe. Einen Tag später sahen sich die beiden den Film „Ich hab’ mein Herz in Heidelberg verloren“ im Kino an. „Da hat er mir eine Tafel Schokolade mitgebracht, das hat mich völlig vom Hocker gehauen. Wir hatten ja nicht viel Geld“, sagt die Seniorin. Die beiden wurden ein Paar – und auch die Freundin hat Elke Hupe schnell verziehen. Am 23. April 1955 heirateten die gelernte Verkäuferin und der ehemalige Bäcker und Konditor in der Vicelinkirche. Nach und nach wurde die Familie immer größer. Das Paar hat eine Tochter sowie zwei Enkelkinder und vier Urenkel, die ihm viel Freude bereiten.

Das Rezept für eine glückliche Ehe haben beide längst gefunden. „Man muss den Mann an der langen Leine lassen und sich gegenseitig seine Freiheiten zugestehen“, sagt Elke Hupe. Von besonderer Bedeutung im Hause Hupe sind die beiden Fernseher. Wenn bei HSV-Anhänger Ernst August Hupe mal wieder Sport in sämtlichen Facetten über den Bildschirm flimmert, zieht seine Frau sich in ihr eigenes Reich zurück.

Natürlich habe es in all den Jahren auch Streit gegeben, wichtig sei allerdings, sich immer wieder zusammenzuraufen, betonen die Eheleute. „Wenn man immer nur meckert, dann klappt es einfach nicht“, sagt Elke Hupe, die an ihrem Mann besonders liebt, dass er sie immer wieder mit kleinen Geschenken überrascht. Auf die Frage, was ihm an seiner Frau besonders gut gefällt, sagt Ernst August Hupe: „Ich schätze sie über alles. Ich schätze, was sie macht, und ich schätze, wie sie es macht.“

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