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Drahtloses Internet : Freies WLan läuft in der Innenstadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bis 2018 sollen 70 drahtlose Punkte den Internetzugang mit 100 Megabit pro Sekunde zwischen Rathaus und Bahnhof ermöglichen.

Neumünster | Der erste Versuch im Weihnachtsdorf schlug noch fehl, aber schon ein paar Meter weiter am Kinderkarussell  auf dem Großflecken leuchteten die Empfangsstriche auf dem Telefon von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras gestern in voller Stärke auf: „Früher hätte ich gesagt, bin ich schon drin? Heute sage ich einfach: Es läuft!“, erklärte der Verwaltungschef. Seit Sonnabend ist an vielen Stellen in der Innenstadt unter dem Markennamen „NMS2go“ das freie WLan für jeden nutzbar. Gestern stellten es Tauras, Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Norbert Bruhn-Lobin und Dirk Sasson, Bereichsleiter Telekommunikation und Informationstechnik bei den SWN, offiziell vor.

Acht drahtlose Internetzugriffspunkte, sogenannte Hotspots, sind installiert; bis 2018 sollen es zwischen Rathaus, Kleinflecken und Bahnhof  insgesamt 70 sein.  Dann ist geplant, dass jeder dort mit seinem Smartphone online gehen kann – und zwar mit hoher Geschwindigkeit. „Unser Ziel ist eine gesamte Abdeckung von 100 Megabit pro Sekunde“, sagte Dirk Sasson. Möglich wird  diese  Datenübertragungsrate  durch die direkte Glasfaseranbindung.  Das Glasfasernetz soll in den kommenden zwei Jahren  unter dem Großflecken verlegt werden (der Courier berichtete).  Derzeit werden volle 100 Megabit  nur direkt an den bereits  installierten Hotspots erreicht, und auch das nur, wenn nicht zu viele Leute gleichzeitig online sind. Denn je mehr Menschen das  WLan zeitgleich nutzen, desto langsamer wird die Verbindung im Regelfall. „Wir freuen uns, nach den Bussen nun auch hier in der Innenstadt den Service des freien WLans anbieten zu können“, sagte Norbert Bruhn-Lobin. Damit erhielten Großflecken und Kuhberg eine zusätzliche Attraktivität. Dirk Sasson ergänzte: „Mit ‚NMS2go‘ machen wir den konsequenten nächsten Schritt gemeinsam mit der Stadt.“

Möglich ist das freie WLan durch die Novellierung  des Telemediengesetzes vom vergangenen Juli. Anbieter von WLan-Spots müssen nun nicht mehr für Rechtsverstöße ihrer Nutzer haften. Wer sich ins Stadtwerke-Netz einloggt, muss aber vorher bestätigen, dass er nicht gegen geltendes Recht verstößt.  Bei jeder Verbindung  wird zudem die sogenannte Mac-Adresse (Media-Access-Control-Adresse) nach den gesetzlichen Vorgaben gespeichert. Das ist die „Adresse“ jedes einzelnen Netzwerk-Adapters, die als eindeutiger Identifikator eines Handys in einem Rechnernetz dient. Im Ernstfall können Ermittler so Straftaten verfolgen.

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erstellt am 22.Dez.2016 | 08:00 Uhr

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