Ehrung : Freie Bahn im „Kirsten-Bruhn-Bad“

Die Eutiner Lokalprominenz war stark vertreten, als die querschnittsgelähmte Kirsten Bruhn das Namensschild enthüllte. Danach trug sie sich in das Goldene Buch der Stadt ein.
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Die Eutiner Lokalprominenz war stark vertreten, als die querschnittsgelähmte Kirsten Bruhn das Namensschild enthüllte. Danach trug sie sich in das Goldene Buch der Stadt ein.

Die Paralympics-Siegerin wurde in ihrer Geburtsstadt geehrt

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06. Mai 2015, 06:00 Uhr

Neumünster | Während der großartigen Schwimmkarriere von Kirsten Bruhn hat sich Neumünster immer als ihre Heimatstadt gefeiert – und das stimmt ja auch. Aber auch ihre Geburtsstadt Eutin war und ist immer stolz auf sie und hat ihr jetzt sozusagen ein Denkmal gesetzt: Die Halle, in der Kirsten Bruhn 1972 das Schwimmen gelernt hat, heißt jetzt „Kirsten-Bruhn-Bad“. Die Ausnahmeathletin war bei der offiziellen Benennung dabei und zeigte sich gerührt.

Kirsten Bruhn wurde 1969 in Eutin geboren und zog mit ihren Eltern wenige Jahre später nach Neumünster. Schon mit drei Jahren meldeten ihre Eltern sie in Eutin zum Schwimmkursus an. Ein Foto aus dem Familienalbum der Bruhns zeigt die kleine Kirsten mit Schwimmflügeln in der Halle – umgeben von wesentlich älteren Kindern. Aber die einzige, die ungeduldig aufgestanden ist und offenbar ins Wasser will, ist die kleine Kirsten.

Bei der Feierstunde in Eutin trug sie sich jetzt in das Goldene Buch der Stadt ein. In mehreren Reden würdigten die örtlichen Laudatoren ihre unglaubliche sportliche Karriere mit vielen Meisterschaften, stellten aber vor allem auch ihre menschlichen Qualitäten in den Vordergrund. Kirsten Bruhn freute sich sichtlich über die Ehrung. Sie stellte ihre Familie in den Mittelpunkt ihrer Dankesrede und enthüllte anschließend das Namensschild – aber eigentlich wäre sie wahrscheinlich lieber in „ihr Bad“ gegangen und hätte ein paar Runden gedreht, getreu ihrer Aufforderung: „Gehen Sie mal wieder schwimmen!“

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