Bad am Stadwald : Freibad-Saison startete mit Nieselregen

Endlich mal wieder draußen ins Wasser springen und schwimmen: Jonas Liedtke (links) und Vincent Vahder waren die Temperaturen gestern egal. Sie hatten bei Köppern und Bauchklatschern ihren Spaß.
Endlich mal wieder draußen ins Wasser springen und schwimmen: Jonas Liedtke (links) und Vincent Vahder waren die Temperaturen gestern egal. Sie hatten bei Köppern und Bauchklatschern ihren Spaß.

Wasser von unten und oben: Nur echte Wasserratten trotzten dem Wetter / Wochenlang haben die Bad-Mitarbeiter geputzt, gejätet und gewienert

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19. Mai 2015, 07:30 Uhr

Neumünster | Über zu viele Besucher konnte sich Oliver Wolf nicht beklagen. Zum offiziellen Start der Freibad-Saison herrschte gestern bei kühlen Temperaturen gähnende Leere im Bad am Stadtwald. „Das ist wohl schon die letzten vier bis fünf Jahre so – egal, ob wir Anfang oder Mitte Mai aufmachen. Die erste Schönwetterperiode haben wir immer verpasst. Aber das wird noch was“, sagt der Meister für Bäderbetriebe optimistisch, obwohl es gestern Wasser von unten und von oben gab.

Über zwei Wochen hatten sich alle Mitarbeiter ins Zeug geworfen, um den Außenbereich besucherfein zu machen. Vor 14 Tagen wurde die Traglufthalle abgebaut, danach die 2,8 Millionen Liter des Sportbeckens abgelassen. Beim Nichtschwimmerbecken mit 1,9 Millionen Litern war das schon vor vier Wochen geschehen. Beide Becken wurden grundgereinigt, mit Hochdruckstrahlern abgedüst, nachgereinigt und nochmals abgestrahlt. Dann lief drei Tage Frischwasser hinein, das dann von riesigen Pumpen umgewälzt und mit Chlor versetzt wurde – maximal 0,5 Milligramm pro Liter, wie Wolf betont. Außerdem hatte ein Fliesenleger die Becken auf Schäden geprüft und kaputte Fliesen ersetzt. Das alles geschah in einer Woche. „Unser Hausmeister Kai-Uwe Schulz und sein Team haben fix gearbeitet“, lobte Wolf. Außerdem krempelten die SWN-Azubis die Ärmel hoch, sammelten Blätter und jäteten Unkraut in den Grünanlagen. Außerdem wurden die Volleyballanlage und das Bistro auf Vordermann gebracht.

Gerade mal zwei Wasserratten verloren sich gestern Nachmittag im Sportbecken: Jonas Liedtke (24) und Vincent Vahder (24) aus Kiel vergnügten sich mit Köppern und Bauchklatschern von den Sprungtürmen herab. „Wir hatten Lust darauf, endlich draußen zu schwimmen, da sind uns die Temperaturen egal. Drinnen sind die Türme wegen des Publikumsverkehrs gesperrt. In Kiel gibt es kein richtig gutes Schwimmbad, sonst hätten wir nach Laboe oder Schilksee fahren müssen“, sagten sie. Ihr Lob: „Das Wasser ist super und mollig.“ Wolf bestätigte: „Das Wasser hat 26 Grad.“ Und er gab die Hoffnung nicht auf: „Ein paar Abendschwimmer kommen wohl noch und morgen die Frühschwimmer. Die kommen bei jedem Wetter, die sind schon hartgesotten.“

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