Rickling : Freibad-Brand: Junge Leute vor Gericht

Mit einem Großaufgebot waren die Feuerwehren von Rickling und Fehrenbötel im Oktober 2013 am Freibad angerückt. Sie verhinderten einen Großbrand. Jetzt wurden die Brandstifter verurteilt.
Mit einem Großaufgebot waren die Feuerwehren von Rickling und Fehrenbötel im Oktober 2013 am Freibad angerückt. Sie verhinderten einen Großbrand. Jetzt wurden die Brandstifter verurteilt.

20- und ein 21-Jähriger wurden verurteilt.

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15. Februar 2015, 08:00 Uhr

Rickling | Ein 20- und ein 21-Jähriger sind vom Jugendschöffengericht Bad Segeberg verurteilt worden. Sie haben Mitte Oktober 2013 das Feuer im Ricklinger Schwimmbad gelegt, bei dem der Umkleide- und Techniktrakt ruiniert wurden. Das Verfahren gegen einen dritten Beteiligten war schon vorher eingestellt worden.

Die beiden jungen Männer waren in das Schwimmbad-Gebäude eingedrungen, weil sie von dort telefonieren wollten. Sie wollten eine kostenpflichtige Nummer anrufen, um Gutscheine für einen Internet-Versand zu gewinnen. Doch der Telefonanschluss war abgeschaltet, weil die Freibad-Saison zu Ende war. Um die Spuren zu verwischen, überschütteten sie das Telefon mit Spiritus und legten das Feuer.

Das Gericht ging davon aus, dass es geplant war, das Feuer zu legen, weil die Männer Spiritus dabei hatten. Der 21-Jährige muss zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Beim Strafmaß spielen frühere Taten eine Rolle, zudem war der junge Mann zur Tatzeit in der Bewährung. Der 20-Jährige wurde zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt – ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung.  

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