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Neumünster: Angst in der Dunkelheit : Frauen meiden dunkle Orte

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Rencks Allee und der Rencks Park gehören zu den dunklen Ecken in Neumünster.

von
erstellt am 27.Okt.2017 | 15:00 Uhr

Neumünster | Auch wenn laut der jüngsten Kriminalstatistik die Straftaten im vergangenen Jahr in Neumünster deutlich gesunken sind, haben gerade Frauen noch vielerorts ein mulmiges Gefühl, im Dunkeln durch die Straßen zu gehen. „Das wollen wir ändern“, sagte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der sozialdemokratischen Frauen (ASF), Monika Schmidt (68). Daher marschierten acht Frauen der ASF jetzt durch die Innenstadt und begutachteten die dunkelsten Wege.

Nach dem Start vom SPD-Parteibüro war der erste Stopp in der Rencks Allee. „Ich parke häufig hier auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus, aber ein gutes Gefühl habe ich dabei nicht. Es ist alles sehr verwinkelt“, meinte Monika Schmidt. Zwar stehen dort bereits Laternen, doch die Frauen bemängelten, dass die Büsche am Rand eine gute Gelegenheit für Täter bieten könnten, um sich zu verstecken. Doch viel machen kann die Stadt da nicht – die Büsche stehen auf Privatgelände.

Weiter ging die Tour durch Rencks Park. „Hier gehen viele Menschen durch, wenn sie von der Innenstadt kommen. Doch auch dies ist eine dunkle Ecke, obwohl der Park sehr zentral liegt“, bemängelte Monika Schmidt. „Leider werden hier regelmäßig Drogen verkauft, was das Sicherheitsgefühl nicht gerade verbessert“, so die Vorsitzende. Auch den Klostergraben würden die Frauen im Dunkeln lieber meiden. „Hier könnte man zum Beispiel den Springbrunnen aktivieren und ihn beleuchten“, schlug Vorstandsmitglied Ilse Milkert (67) vor. „Das würde auch das Stadtbild verschönern.“

Weiter ging es über den Großflecken an Karstadt vorbei zum Theater. „Hier ist eigentlich alles gut beleuchtet“, empfand Monika Schmidt. Und auch der Bahnhof als letzter Stopp sowie der Parkplatz bei der Postbank wurden für gut empfunden. „Zwar haben hier viele Menschen ein mulmiges Gefühl im Dunkeln, aber beleuchtet ist eigentlich alles sehr gut“, so Ilse Milkert.

Fazit: „Bis auf den Rencks Park haben wir nichts zu bemängeln. Es ist nicht so dunkel wie gedacht“, so Monika Schmidt. Doch wie man dann das ungute Gefühl der Neumünsteraner mindern kann, wussten die Damen nicht. „Wir werden mal mit der Polizei und den Stadtteilbeiräten sprechen“, schlug sie vor.

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