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Holsteinischer Courier

17. Dezember 2017 | 02:04 Uhr

Frauentag : Frauen fordern gerechte Bezahlung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neun Veranstaltungen unter dem Motto „Multitalent Frau“ / Vorträge, Diskussionen, Kino, Frühstück und Fitness / Auftaktdiskussion am 8. März

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Neumünster | Frauen leisten gute Arbeit, erziehen Kinder, organisieren die Familie, pflegen ihre Eltern, engagieren sich in Ehrenämtern und werden doch am Ende ihres Arbeitslebens häufig schlechter bezahlt als Männer. Den vielfältigen Rollen der Frau in der Gesellschaft und der Forderung nach gerechter Bezahlung widmet sich der Frauentag unter dem Motto „Multitalent Frau“. Auftakt einer neunteiligen Veranstaltungsreihe ist am Mittwoch, 8. März.

„Frauen bewegen sich in vielen unterschiedlichen Bereichen und jonglieren zwischen den vielen Rollen – und sind häufig überfordert, zumal sie alles perfekt machen wollen“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte Heidi Basting, die gestern mit ihren Mitstreiterinnen das Programm vorstellte. Von der Gesellschaft werde es als selbstverständlich angesehen, was Frauen leisteten, doch diese seien sich selbst oft nicht ihrer vielfältigen Kompetenzen bewusst. „Wir wollen Frauen wachrütteln, informieren, sensibilisieren und sie ermutigen, einzufordern, dass ihre Leistungen anerkannt werden. Das bedeutet auch eine gerechtere Bezahlung“, so Heidi Basting. Viel sei schon erreicht worden, aber gerade in der gleichen Bezahlung von Mann und Frau sei das Ziel noch nicht erreicht, lautete das Fazit der Organisatoren.

„Jüngere Frauen machen sich noch keine Gedanken dazu“, sagt Monika Schmidt von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen. Das Ziel müsse sein, dass Familienarbeit bezahlt werde, so Dorit Hartz, Vorsitzende des Landfrauenvereins Neumünster und Umgebung.

Die Auftaktveranstaltung ist der Vortrag „Frauen verdienen das Gleiche – bekommen es aber nicht!“ (8.3, 17 Uhr, Museum Tuch+Technik). Referentin Freya Matthießen vom Deutschen Landfrauenverband ist Spezialistin für dieses Thema. Die Saxofonistin Sonja Vollmer und Keyboarder Jan Bruder (Beatshock) gestalten den Abend musikalisch charmant – und Männer sind willkommen.

Um das Thema Frauen und Arbeit drehen sich weitere Veranstaltungen wie „Frauen und Rente: Wie bin ich abgesichert?“ (9.3., 10 Uhr, Familienbildungsstätte), am selben Ort eine Ausstellung über Minijobs (bis 17.3.) sowie „Frauen! Arbeit!“ (11.3., 15 Uhr, Familienzentrum Faldera, Wernershagener Weg 41). Dort stellen sich sechs Neumünsteraner Frauen mit besonderen Biographien vor, unter anderem Bäckermeisterin Maren Andresen, Nilgül Kiroglou und Petra Gerwat vom DRK-Laden „Jacke wie Hose“.

Bei „Tatkräftige Frauen in der Textilindustrie“ (15.3., 15 Uhr, Stadthalle) geht es um Margarete Steiff, Käthe Kruse und die Neumünsteranerinnen Carla Lotichius und Marianne Lingelbach. Auf dem Frühstück des Frauenrates (19.3., 10.30 Uhr, Stadthalle) gibt es ein Impulsreferat zur „Herausforderung Beruf & Familie“.

Unterhaltsame Punkte sind ein Frauenfrühstück mit Kino (12.3., 11 Uhr, KDW, Waschpohl) mit dem Film „Hidden Figures – unerkannte Heldinnen“ und der literarisch-musikalische Abend „Picasso und die Frauen“ (17.3., 19 Uhr, Festsaal der Alexander-von-Humboldt-Schule, Roschdohler Weg 11). Der Film dreht sich um das pikante Verhältnis zwischen den Geschlechtern.


Einige Veranstaltungen kosten Eintritt und erfordern eine Anmeldung. Nähere Infos gibt es auf den Frauentag-Faltblättern, die an vielen Stellen ausliegen; Infos gibt es auch bei der Stadt (E-Mail: gleichstellungsstelle@neumuenster.de).

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