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Bildungsinitiative : Forscherdrang der Kinder wecken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Komplexe Zusammenhänge einfach erklären. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka will schon in der Kita für Technik und Naturwissenschaften begeistern

von
erstellt am 06.Sep.2013 | 11:00 Uhr

Auf der Deutschlandkarte der frühkindlichen Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“ ist Neumünster noch ein weißer Fleck. Doch das soll sich ändern. Und dafür gab es gestern im Volkshaus Tungendorf mit Professorin Dr. Johanna Wanka (CDU) eine prominente Fürsprecherin.

Die Bundesbildungsministerin nahm sich zwei Stunden Zeit, um mit Neumünsters CDU-Bundestagskandidaten Dr. Philipp Murmann vor pädagogischen Fachkräften für das Projekt zu werben. „Naturwissenschaft kann einen Riesenspaß machen“, sagte die Ministerin, die selbst Mathematik-Professorin ist.

Die Idee dahinter ist, mit einfachen Experimenten ganz komplexe Zusammenhänge zu erklären. Und das mit Materialien, die es in jedem Haushalt gibt. Kinder sollen so schon in der Kita und in der Grundschule spielerisch für naturwissenschaftliche Phänomene und technische Fragestellungen begeistert werden.

Träger der Initiative ist eine Stiftung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2008 gefördert wird. Derzeit werden in 230 lokalen Netzwerken mehr als 27000 Krippen, Kitas, Horte und Grundschulen erreicht. In der Region Mittelholstein soll jetzt mit dem Partner Industrie- und Handelskammer zu Kiel ein weiteres Netzwerk geknüpft werden (siehe Info-Kasten).

Für eine Industrie- und Exportnation wie Deutschland sei der mit dem demografischen Wandel verbundene Fachkräftemangel, aber auch die zu beobachtende Technikfeindlichkeit eine echte Bedrohung, so Wanka. Stiftungsvorstand Peter Rösner empfahl den Deutschen Fußballbund als Vorbild bei der Nachwuchsförderung: „Es gibt in jedem Dorf einen Bolzplatz und 36 Fußball-Internate. Und wie viele Physik-Internate habe wir? Keins!“ Er würde sich Technik-AGs oder McGywer-Wettbewerbe auch an Kitas und Grundschulen wünschen.

Bei den Erziehern rannte er damit offene Türen ein. „Toll, wie sich die IHK und die Stiftung für die frühkindliche Bildung engagieren“, sagte Kitaleiter Dietrich Mohr von der Ruthenberger Rasselbande.

 

 

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