Neumünster : Förderzusage für Kunstrasen ist da

Die Stadt ist dem neuen Kunstrasenplatz im Städtischen Stadion wieder ein Stück näher gekommen. Der Bewilligungsbescheid aus Kiel ist da.
Die Stadt ist dem neuen Kunstrasenplatz im Städtischen Stadion wieder ein Stück näher gekommen. Der Bewilligungsbescheid aus Kiel ist da.

Land gewährt 250 000 Euro Zuschuss. Bauausschuss und Sportausschuss fassen einstimmig den Baubeschluss

von
23. Juni 2018, 15:00 Uhr

Neumünster | Im Mai gab es nur die mündliche Zusage, doch jetzt hat die Stadt es schriftlich: Das Innenministerium gewährt Neumünster gemäß der „Richtlinie über die Förderung von kommunalen Spielfeldern und Laufbahnen in Schleswig-Holstein“ für den Neubau des Kunstrasenplatzes im Städtischen Stadion den höchstmöglichen Förderbetrag von 250 000 Euro.

Die nahezu parallel tagenden Ratsausschüsse für Bau und Vergabe sowie Schule, Kultur und Sport fassten daraufhin jeweils einstimmig den Baubeschluss. Das entscheidende Votum in der nächsten Ratsversammlung am 3. Juli scheint da nur noch Formsache zu sein. Im Bau- und Vergabeausschuss versicherte die Bauverwaltung auf Nachfrage von Helga Bühse (CDU) ausdrücklich, dass der Kostenrahmen von 800 000 Euro eingehalten werden könne.

Der Schulausschuss tagte im Lernatelier der Theodor-Litt-Schule an der Holstenstraße. Schulleiter Olaf Hirt nutzte die Gelegenheit, um auf den dort nötigen Erweiterungsbau hinzuweisen. Dafür gebe es auch einen Ratsbeschluss. „Der aber scheint auf Eis gelegt zu sein“, so Hirt. Stadtrat Carsten Hillgruber führte ins Feld, dass die Nutzung des ehemaligen WAK-Gebäudes für die Litt-Schule eine deutliche Verbesserung gebracht habe. Der Verwaltungsbeirat der Schule sehe die Priorität für eine Erweiterung deshalb nicht mehr als so groß an. Das komplexe Thema sei auch im Rahmen der Haushaltsberatungen zu prüfen.

Der Ausschussvorsitzende Bernd Delfs zeigte sich verwundert: „Die Ratsversammlung hat den Baubeschluss gefasst. Es soll den Ausbau geben, wir haben das Geld zur Verfügung gestellt“, so Delfs. Wenn die Verwaltung das jetzt anders sehe, solle sie auch die Politik informieren und nicht nur die Schule.

Delfs: „Manchmal habe ich den Eindruck, wir müssen zusätzlich beschließen, dass wir es ernst meinen.“ Es gebe unzählige Förderprogramme. Man müsse diese Chance doch jetzt nutzen.

Ein weiteres Thema im Ausschuss war die Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien. Die Stadt will hier von 2019 bis 2022 insgesamt 3,8 Millionen Euro in die Hand nehmen. „Es geht hier vom Active Board über White Boards, Tablets, Beamer und Bildschirme um alle Facetten der Informationstechnik. Wir reden über weit mehr als 1000 Endgeräte“, erläuterte Hans-Joachim Haupt von den EDV-Diensten der Stadtverwaltung.

Einstimmig befürworteten die Ausschussmitglieder den Ausbau der Schulsozialarbeit und Kooperationen zwischen Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe und den drei Beruflichen Gymnasien an der Theodor-Litt-, Walther-Lehmkuhl- und Elly-Heuss-Knapp-Schule.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen