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Fracking : Fördermethode soll Thema im Rat werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

BfB/Piraten wollen eine Resolution gegen die umstrittene Öl- und Gasförderung einbringen. Bürgerinitiative engagiert sich verstärkt in der Stadt.

Neumünster | Eine zerstörte Umwelt, Schwerlastverkehr, vor allem aber verseuchtes Grundwasser: Seit gut drei Monaten macht die Bürgerinitiative „Frackingfreies Auenland“ (BI) auf die möglichen Nachteile der Öl- und Gas-Fördermethode Fracking im sogenannten Erlaubnisfeld Bramstedt (siehe Grafik) aufmerksam. Dazu gehören auch große Teile von Neumünster. Nun bekommen die rund 300 Aktivisten Unterstützung von der Fraktionsgemeinschaft Bündnis für Bürger (BfB) / Piraten. „Wir wollen spätestens im Januar eine Resolution gegen Fracking in den Rat einbringen und hoffen auf breite Unterstützung der anderen Fraktionen. Wir müssen endlich was gegen den Mist tun“, sagt Fraktionschef Jörn Seib.

Im Umland haben sich schon zahlreiche Gemeinden und Ämter, unter anderem Boostedt-Rickling und Bad Bramstedt, gegen Fracking ausgesprochen und Betretungsverbote für den Konzessionsnehmer, die kanadische Firma PRD Energy, ausgesprochen, weiß Fred Bartuleit, Regional-Sprecher der BI. „In Neumünster fehlte bisher ein wenig das Bewusstsein für die Problematik“, bedauert er. So hat die Initiative auch hauptsächlich Unterstützer aus den Kreisen Segeberg und Pinneberg. „Fracking kann aber das Grundwasser verseuchen oder versalzen. Und Grundwasser hält sich an keine Stadt- oder Kreisgrenzen“, erklärt Heike Otto, BI-Sprecherin für Bad Bramstedt. Nun sollen neue Faltblätter mit vielen Informationen an verschiedenen Orten in der Stadt ausgelegt werden.

Auch die Fraktion BfB/Piraten hat laut Jörn Seib ein Info-Blatt in Auftrag gegeben, das im Dezember erscheinen soll. „Wir werden dann an Ständen in der Innenstadt die Bürger aufklären“, kündigt er an. Weitere Infos: www.frackingfreies-auenland.de

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