Flugplatz : Flugsportclub lud Tschernobyl-Kinder ein

Kurz vor dem Start: Betreuerin Anna Schnar (16), Olga (7)und Stanislaw (7) freuten sich auf den Flug mit Pilot Jörg Vanhöf in seiner Robin DR 400, die er „Petit Prince“ getauft hat.
Kurz vor dem Start: Betreuerin Anna Schnar (16), Olga (7)und Stanislaw (7) freuten sich auf den Flug mit Pilot Jörg Vanhöf in seiner Robin DR 400, die er „Petit Prince“ getauft hat.

Für viele Kinder aus der Ukraine war es das erste Mal, dass sie fliegen durften. Es gab viele schöne Erinnerungsfotos.

Gabriele Vaquette2.jpg von
28. Juli 2014, 10:30 Uhr

Neumünster | Das war ein besonderes Erlebnis für die krebskranken Kinder aus der Ukraine: Der Flugsportclub Neumünster (FSCN) lud die 25 Tschernobyl-Kinder jetzt zum traditionellen Rundflug über die Stadt ein. Nach einer üppigen Kuchen-Runde freuten sich alle darauf, mit den kleinen Maschinen abzuheben. Für so manches Kind war es das erste Mal – abgesehen von dem großen Flieger, der sie von Kiew nach Deutschland gebracht hatte.

Im Viertelstunden-Takt hoben Pilot Jörg Vanhöf aus Henstedt-Ulzburg mit seiner Robin DR 400, genannt „Petit Prince“, und Morten Schmidt von FSCN mit seiner Piper PA 28 auf dem Flugplatz am Baumschulenweg ab. Die Kinder genossen die schöne Perspektiven mit Blick auf Neumünster. Viele Erinnerungsfotos wurden geschossen und fröhlich Winke-Winke zu der Gruppe am Boden gemacht – eines von vielen schönen Erlebnissen, die in Verbindung mit gesunder Ernährung, frischer Luft und viel Ruhe die Lebensgeister der Kinder wecken und ihnen Lebensmut bringen sollen. Für Bordan (7) war es der erste Flug: „Er ist ganz happy“, erklärten seine Betreuerinnen lachend.

Währenddessen organisiert Eberhardine Seelig hinter den Kulissen den reibungslosen weiteren Verlauf der Aktion. Die gesundheitliche Situation der Kinder macht ihr keine Sorgen, eher das Procedere nach der Reha-Kur. Der Katastrophenschutz kann definitiv weder mit einem Lkw noch mit Helfern am Montag, 18. August, nach der Abreise der Kinder beim Abbau vor Ort sein. „Wir suchen noch kräftige Unterstützer und einen Laster für den Matrazen- und Bettentransport“, sagt sie. Wer helfen kann, meldet sich bei ihr (Tel. 37224 oder per E-Mail an seelig-david@t-online.de).

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