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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 05:20 Uhr

Flüchtlingshilfe wird besser koordiniert

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zum ersten Mal traf sich am Montagabend die neue „Projektgruppe Flüchtlinge in Großenaspe“ (PFiG). Im Gemeinschaftsraum der Sporthalle ging es dabei um ein erstes Kennenlernen sowie einen Erfahrungsaustausch.

Die gemeindliche Initiative wurde vor Kurzem bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt (der Courier berichtete). Ins Leben gerufen wurde sie, um die örtlichen Aktivitäten rund um die Flüchtlingsbetreuung besser zu koordinieren. Moderiert wurde der Abend von Holger Altenscheidt (BfB). Insgesamt nahm rund ein Dutzend interessierter Bürger teil. Darunter waren mit Jens Bösche (53), Wolfgang Lange (74), Ute Bergner (54) und Gerhard Wach (77) vier Anwohner, die sich bereits über längere Zeit als sogenannte Alltagslotsen engagieren. Insbesondere Behördengänge und der Umgang mit Formularen sowie alltägliche Dinge wie Einkaufen und der Arztbesuche gehörten dabei zu den wichtigsten Anliegen der Flüchtlinge.

Mit Inge Altenscheidt (59), Anette Schmidt (45), Reinhard Guntermann (73) und Werner Dittelbach (65) fanden sich zudem vier neue Helfer, die Asylsuchende begleiten wollen. „Uns geht es so gut. Und da ich vor 20 Jahren während des Kosovo-Krieges nur zuschauen konnte, möchte ich jetzt aktiv helfen“, erklärte unter anderem Anette Schmidt.

Zum Unterstützungsangebot, das sich der Helferkreis vorstellen kann, gehören Kochkurse ebenso wie Informationen zur Verkehrssicherheit, aber auch Spieleabende, der Austausch über Sitten und Gebräuche sowie gemeinsame Feiern. Genaueres soll mit den Betroffenen bei einem ersten Treffen am 14. September um 19 Uhr im Tennisheim besprochen werden. An diesem Abend werden auch Spielzeug- und Kleiderspenden angenommen.

Ebenso spricht sich die Projektgruppe dafür aus, dass die Großenasper Ausgabestelle der Bad Bramstedter Tafel mehr Unterstützung erfährt. Die Einrichtung sei bereits jetzt schon völlig überlastet, hieß es (der Courier berichtete). „Die zunehmende Zahl der Flüchtlinge verschärft hier die Situation zunehmend. Deshalb sollte schnellstmöglich etwas passieren“, forderte Jens Bösche.

Bürgermeister Torsten Klinger (CDU) teilte in diesem Zusammenhang mit, dass die Erweiterung der Tafel-Räume von der Gemeinde bereits geplant sei. „Eine benötigte Garage ist jetzt frei, sodass wir den Ausbau nun in Angriff nehmen können“, erklärte er.

Zurzeit leben in Großenaspe rund 60 Flüchtlinge, unter anderem kommen sie aus Syrien, Serbien, Afghanistan und dem Irak. „Überwiegend wurden der Gemeinde bisher Familien zugewiesen. Grund dafür ist die vorhandene Infrastruktur“, erläuterte Torsten Klinger. Weitere Zuweisungen seien der Gemeinde bereits angekündigt. Genauere Informationen dazu gebe es wegen der wachsenden Zahl der Flüchtlinge aber noch nicht. Laut Klinger habe die Gemeinde jedoch zurzeit genügend Wohnraum zur Verfügung, und auch die Akquirierung weiterer Räumlichkeiten sei möglich.

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