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Ministerbesuch : „Flüchtlinge sind mehr als Haushaltszahlen“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Finanzministerin Monika Heinold und Innen-Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler informierten sich in der Erstaufnahmestelle am Haart über den Alltag der Flüchtlinge

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erstellt am 04.Apr.2015 | 07:00 Uhr

Neumünster | Zwischen 60 und 130 Flüchtlinge kommen zurzeit in die zentrale Erstaufnahmestelle am Haart – jeden Tag! Viele werden gleich weiter auf andere Bundesländer verteilt, doch etwa 50 bleiben hier und werden vom Roten Kreuz betreut.

Die Zahl der Flüchtlinge hat sich damit binnen Jahresfrist fast verdreifacht. „Das ist ein nationale Aufgabe. Deutschland ist aus seiner Geschichte heraus in der Pflicht“, sagte Finanzministerin Monika Heinold, die sich gestern vor Ort mit Innen-Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler einen persönlichen Eindruck verschaffte. Beide besuchten nicht nur die Einrichtung am Haart, sondern auch Starterpaket in Nortorf, ein Flüchtlingsprojekt der Volkshochschulen sowie das Integrationscenter der Awo in Neumünster.

„Flüchtlinge sind mehr als Haushaltszahlen“, sagte die Ministerin, der es wichtig ist, „vor lauter Zahlen nicht den Blick für den Alltag zu verlieren“. Und den gestalten trotz der mitunter nicht einfachen räumlichen Situation die Betreuer des Roten Kreuzes „mit viel Herzblut und Engagement“, lobte Manuela Söller-Winkler. Es sei unglaublich, was auch ehrenamtlich geleistet werde.

Im Endausbau sollen in Neumünster 850 und in Boostedt 500 Plätze entstehen – doch diese Kapazität reicht bereits jetzt nicht mehr aus. Das Land denkt deshalb über weitere Erstaufnahmestellen in anderen Orten nach. Die Rede ist von bis zu 4000 Plätzen. Dabei sei die Nachnutzung, etwa als Studentenwohnungen, ein wichtiger Aspekt. „Nicht, dass wir nachher top-sanierte Kasernen haben, und die stehen dann leer“, sagte Heinold. 

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