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Volkshaus : Flotte, stimmungsvolle Folk-Party mit Glenfiddle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zuhörer im ausverkauften Volkshaus in Tungendorf genossen die große musikalische Bandbreite und die Überraschungen der Lübecker Band – nur tanzen wollte niemand.

Die lockere Folk-Mischung schottisch-irischer Art, wie sie die Lübecker Band Glenfiddle am Sonnabend im ausverkauften Tungendorfer Volkshaus zelebrierte, zeigte schon bei den ersten Takten Wirkung. Geige, Mandoline, Bodhrán und besonders die Flöten zauberten mit sanften, romantischen Balladen, wilden Jigs und Reels, Liebesliedern und mehrstimmigem Gesang den typischen Klang keltischer Musik, den die Gäste hören wollten. Nur der mehrfachen Aufforderung von Bandmitglied Jan-Taken de Vries „Ihr könnt auch tanzen“ kam niemand nach.

Peter Simon (Gesang, Geige, Mandoline, Gitarre), Jan-Taken de Vries (acht Flöten, Keyboard, Bodhrán, Duddelsack, Gesang), Andreas Petaklas (Gitarre) und Olaf Koep (Perkussion) feierten mit den Gästen eine stimmungsvolle Folk-Party, bei der sie entsprechend ihrem Band-Motto „Tribute to the Celtic Roots“ einen Klassiker nach dem anderen abfuhren, aber auch Titel ihrer neuen CD „Put an Egg on it“.

„Ich mag diese Musik, die kommt gut rüber. Das macht richtig viel Spaß“, meinte Anka Bahr, und ihre Freundin Silvia Bracker war „von den Flöten und dem Teamspiel fasziniert“.

Die Faszination lag auch in manchen musikalischen Überraschungen: Simon kündigte einen Titel an: „Das kennt ihr alle. Regen, Kälte, arbeitslos, Frau weg . . .“ Da dachten alle an eine melodramatische Geschichte. Doch die Musiker brannten musikalisch ein wahres Feuerwerk irischer Lebensfreude ab. Dafür gab es stürmischen Beifall im Saal.

Bei den mehr lyrischen Liedern des schottischen Hochlandes sah man verklärte schwärmerische Gesichter und leicht wiegende Körper. Die Glenfiddler bewiesen ihren Blick über den rauen Norden hinaus. Ihre Bandbreite reichte bis zum Grand Canyon und griechischer Volksmusik, sogar Johann Sebastian Bach war dabei.

Diese Vielfalt in verschiedenen Stilrichtungen, Songs aus eigener Produktion und mit vielen Instrumenten gespielt, machte die Klasse dieser Formation aus: Folkmusik vom Feinsten. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht wieder 15 Jahre dauert, bis die Lübecker erneut ins Tungendorfer Volkshaus kommen.

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