zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

20. September 2017 | 15:07 Uhr

Holstenköste : Flohmarkt wird kostenpflichtig

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Aus Sicherheitsgründen überträgt die Stadt die beliebte Veranstaltung ab sofort an einen professionellen Anbieter. Bei Vorkasse kostet der Stand-Meter 4 Euro.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2014 | 05:00 Uhr

Neumünster | Die Zeiten, in denen am Vorabend mit Decken und Stelltischen die besten Plätze auf dem Großflecken und Kuhberg reserviert wurden, sind vorbei: Zur 40. Holstenköste vom 12. bis 15. Juni hat die Stadt den bisher kostenfreien Flohmarkt am Kösten-Sonntag an einen professionellen Vermarkter übertragen. Das bedeutet, ab sofort werden für Verkäufer Standgebühren fällig. Bei Vorkasse betragen sie 4 Euro je Meter, Kurzentschlossene zahlen am Veranstaltungstag 5 Euro je Meter. Flächen von einem bis maximal sechs Meter können gebucht werden.

„Wir konnten die Sicherheit für die Besucher einfach nicht mehr gewährleisten. Schon in den vergangenen Jahren herrschte oftmals Chaos, weil die Leute Zufahrten und Rettungswege blockierten oder außerhalb der gekennzeichneten Zonen ihre Tische aufstellten“, sagt Marktmeister Timo Adrian. Ehe jemand zu Schaden komme, habe die Stadt daher beschlossen, den Flohmarkt in professionelle Hände zu legen.

Veranstalter Thomas Will aus Norderstedt übernimmt die Organisation. Er betreibt bereits die Flohmärkte am Freesen-Center und setzt gemeinsam mit der Stadt nun auf ein neues Sicherheitskonzept. So wird es künftig festgelegte Verkaufsflächen geben, den Zugang zum Flohmarkt kontrolliert ein Einlass-Dienst. Je nachdem wie viele Anmeldungen vorliegen, sorgen vier bis acht Ordner für Sicherheit. Sie achten gemeinsam mit städtischen Ordnungskräften auch dafür, dass kein Stand mehr außerhalb der Veranstaltungszone aufgebaut wird. „Ich rechne natürlich damit, dass einige Interessierte abspringen, weil es jetzt Geld kostet. Aber die Preise sind moderat. Mit 350 bis 400 Buchungen wäre ich zufrieden“, sagt Will. In den vergangenen Jahren wurden je nach Wetter an 600 bis 700 Ständen Waren angeboten.

Gewerbliche Händler sind nach wie vor nicht zugelassen. „Hier werden wir im Zweifel auch ein striktes Platzverbot aussprechen“, sagt Will. Er hofft dennoch, mittelfristig nicht nur Großflecken und Kuhberg, sondern auch Lütjenstraße, Kleinflecken und die Straße Am Teich mit privaten Flohmarktverkäufern voll zu bekommen. „Das muss sich jetzt einspielen. Aber ich bin sehr optimistisch“, sagt Will. Einige seiner Stammkunden hätten ihr Kommen bereits zugesagt.

Kinder können am Kösten-Sonntag weiterhin kostenlos ihr Spielzeug verkaufen. „Es wird eine neue Flohmarkt-Meile speziell für die Kleinen in der Holstenstraße geben“, sagt Stadtsprecher und Kösten-Organisator Stephan Beitz. Diese findet ebenfalls von 9 bis 16 Uhr statt. Auf Tricks, dass nun die Kinder im Auftrag Muttis Service oder Papas Werkzeug verkaufen, ist die Stadt vorbereitet. „Wir kontrollieren das genau und werden bei Verstößen eingreifen“, sagt Stephan Beitz.

Anmeldungen für die Flohmärkte sind ab sofort unter Tel. 040-522 088 05 montags, mittwochs und freitags von 9 bis 13 Uhr oder über das Formular auf der Homepage www.flohmarkt-nord.de/kontakt bis zum Mittwoch vor der Veranstaltung möglich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert