Volkshaus : Fleißige Hände packen beim Ausbau mit an

Dieter Woebs (von links), Gerhard Kion, Günther Großer, Horst Saggau, Wolfgang Eichler und Jürgen Böckenhauer rissen gestern die Wände im leer stehenden Geschoss ein.
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Dieter Woebs (von links), Gerhard Kion, Günther Großer, Horst Saggau, Wolfgang Eichler und Jürgen Böckenhauer rissen gestern die Wände im leer stehenden Geschoss ein.

Im Obergeschoss entstehen neue Gruppenräume für das Mehrgenerationenhaus der Diakonie

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08. Januar 2015, 06:30 Uhr

Neumünster | Im Volkshaus lärmt und staubt es: Ein Team von Helfern des Mehrgenerationenhauses (MGH) der Diakonie reißt zurzeit die alten Trockenbauwände im zweiten Obergeschoss nieder und entrümpelt den Boden. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre der geplante Ausbau für weitere Gruppenräume nicht denkbar.

Die Regie hat der MGH- Beiratsvorsitzende Horst Saggau. Sein Stellvertreter Wolfgang Eichler ist mit von der Partie, Gerhard Kion und Günther Großer aus dem Volkshaus-Förderkreis, Handwerksmeister Dieter Woebs, und auch Tungendorfs Stadtteilvorsteher Jürgen Böckenhauer packt kräftig mit an. „Das klappt ausgezeichnet, ich kann gar nicht so viel Arbeit bieten, wie Helfer da sind“, sagt Saggau. Mit Uwe Hinz und Jörg Ganz gibt es noch weitere Mitstreiter, die gestern aber verhindert waren. „Außerdem erhalten wir Unterstützung durch Neumünsteraner Handwerksfirmen, die einen Bezug zum Volkshaus haben“, sagt Saggau.

Die Stadt als Eigentümer des Hauses und die Diakonie als Träger des MGH sind froh und dankbar. „Das Mehrgenerationenhaus lebt durch solches Engagement und die Ideen, die die Menschen hierher mitbringen“, sagt die MGH-Leiterin Andrea Schütt. Die zusätzlichen drei Gruppenräume mit insgesamt rund 100 Quadratmetern Fläche werden dringend benötigt. „Wir sind gut ausgelastet und müssen viele Anfragen und Initiativen ablehnen, weil der Raum fehlt“, sagt Andrea Schütt.

Auch der Bauleiter der Stadt, Norbert Schultz, und sein Chef Berthold Heitker loben den Einsatz der Ehrenamtler in den höchsten Tönen. „Die Kosten sind dadurch überschaubar“, sagt Hochbau-Abteilungsleiter Heitker und rechnet mit einer niedrigen fünfstelligen Summe. Die Stadt stellt das Geld für das Material. Auch die Gewerke mit notwendigen Fachabnahmen, etwa bei der Elektrik und der Brandmeldeanlage, müssen von Fachfirmen ausgeführt werden.

Die Grundinstallationen für Heizung, Strom und Wasser gibt es schon. Bei der letzten Sanierung vor dem Start des Mehrgenerationenhauses wurde vorsorglich auch der Aufzug bis ins zweite Obergeschoss geführt. Die neuen Räume werden also barrierefrei erreichbar sein. „Es fehlt im Grunde nur noch die Abwasserleitung für ein neues WC“, sagt Berthold Heitker. Einen festen Zeitplan für die Fertigstellung gibt es nicht. Horst Saggau will sich und seine Mitstreiter nicht unter Zeitdruck setzen. „Mein Ziel wäre es, bis zum Sommer durch zu sein“, sagt er.


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