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Tierpark : Flauschige Murmeltiere und große Elch-Kinder in der Kinderstube

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Munterer und putziger Nachwuchs bei Hirschen, Rentieren, Elchen, Mufflons, Bibern, Ottern und Humboldt-Pinguinen

Neumünster | Emsig knabbert das kleine Murmeltier an der Wurzel, dreht sie in den Pfötchen, läuft zur Mutter und kuschelt – ein unglaublich putziger Anblick bietet sich zurzeit in dem Gehege vis-à-vis des Eisbärengeheges. Und nicht nur dort: Der Tierpark ist jetzt eine große Kinderstube, in der sich kleine Mufflons, Fisch- und Zwergotter, Biber, Sika- und Damwildhirsche, Rentiere, Kampfhühner und Elche tummeln.

Während das Murmeltierkind mit etwa 50 Gramm Geburtsgewicht der kleinste Nachwuchs ist, haben die zwei Elchkinder – am Anfang etwa zehn Kilo schwer, jetzt 20 – mit knapp einem Meter Schulterhöhe schon ein stattliches Gardemaß. Die leckeren Ahorn-Zweige lassen sich Brüderchen und Schwesterchen mit Mutter Gerda (5) schmecken – und Tierpark-Chefin Verena Kaspari verrät ein pikantes Detail: „Sie kam Dezember 2016 aus Rostock zu uns. Der Vater der Elchkinder ist aber nicht unser Bo, sondern ein Bulle aus Rostock. Denn die zwei wurden am 28. Mai geboren, und Elche haben eine Tragzeit von acht Monaten. Das sind also zwei ,Kuckucks-Elche’.“

Gerade mal zwei Tage alt ist das namenlose Seehundbaby von Mutter Lotte (13) und Vater Bonny (28). Das Kleine tut, was auch Menschenkinder in diesem Stadium meist tun: ausruhen und schlafen. Die Nabelschnur ist noch gut sichtbar am Bäuchlein. Schon munter im Wasser tummeln sich sieben junge Humboldt-Pinguine, die am 17. Juni aus dem Parc Merveileux in Luxemburg von der Tierpark-Chefin persönlich heranchauffiert wurden. „Das war eine zehnstündige Fahrt. Wir haben uns näher kennengelernt“, sagt sie augenzwinkernd und deutet das spezielle „Pinguin-Parfum“ an: „Wo Fisch hineingeht, kommt auch Fisch heraus.“ Das Geschlecht der Pinguin-Küken ist noch nicht bekannt: „Wir haben Federproben an ein Genetik-Labor geschickt“, sagt sie.

Der erste Bibernachwuchs seit über neun Jahren im Tierpark und der erste Wurf von Mutter Furby (3) und Vater „Alter Mann“ (13) sind vier kleine Biber, geboren am 10. Mai. Während die gerade schwimmen lernen, stecken die drei kleinen Otter-Nesthocker nur mal die Nase heraus.

Alle Tierkinder sind wohlauf – bei den Rentieren war es allerdings nicht einfach. Ein kleine Rentiermädchen (geboren 4. Juli) ließ sich Zeit: „Mutter Senna hatte lange Zeit Wehen. Dann ging aber alles ganz schnell.“ Mit ihr hüpft ein kleiner Rentierbulle (geboren 29. Mai) schon ganz munter durchs Gehege. Auch bei den Sika-Hirschen staksen drei Kitze graziös auf ihren dünnen Beinchen. Und demnächst kommt noch mehr Nachwuchs: Seehund-Dame Eike ist schon rund wie eine XXL-Kugel.

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erstellt am 12.Jul.2017 | 08:30 Uhr

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