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Holsteinischer Courier

13. Dezember 2017 | 18:18 Uhr

Bahnwerk : Firmen sehen die Lage gelassener

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Langfristige Verträge sprechen gegen eine Schließung

von
erstellt am 09.Dez.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Im Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn an der Kieler Straße wurden nach Courier-Informationen schon vor zwei Wochen die Fragebögen für eine Sozialauswahl verteilt und ausgefüllt. Sie ist vorgeschrieben, sollte es zu einem Personalabbau kommen. Gefährdet scheinen vor allem die Arbeitsplätze in der Radsatzüberholung, wo 53 Beschäftigte arbeiten (der Courier berichtete).

Von Seiten des Konzerns und vom Betriebsrat waren auch gestern dazu keine Stellungnahmen zu bekommen. Mitarbeiter hatten sich nach einer Betriebsversammlung eher verhalten optimistisch als besorgt geäußert. Auch Auftragnehmer des Werks sehen die Lage gelassen und den Werks-Standort eher nicht in Gefahr.

„Wir sind seit 15 Jahren bei der Bahn. Schon damals wurde gesagt, das Werk solle erheblich reduziert oder geschlossen werden“, sagt Siegfried Guder (Guder Strahltechnik). Das werde politisch in Berlin entschieden. „Nach meiner Auffassung schreibt das Werk gute Zahlen. Guder hat gut zu tun bei der Bahn – nicht nur in Neumünster, sondern bundesweit“, sagt er. In Neumünster arbeitet Guder direkt auf dem Bahngelände mit mehr als 20 Leuten, bei Bedarf auch in Schichten. Siegfried Guder: „Das Werk Neumünster läuft ausgezeichnet. Ich kann die Negativschlagzeilen nicht nachvollziehen und empfehle Gelassenheit.“

Ähnlich äußert sich Stefan Sternheim, Juniorchef des gleichnamigen Transport- und Logistikunternehmens. Sternheim beteiligte sich an einer Ausschreibung des Werks und holte gegen starke Konkurrenz den Auftrag. Das Instandsetzungswerk lagert Teile seiner Logistik zu Sternheim im Gewerbe- und Servicepark Nord an der Tungendorfer Straße aus, und Sternheim übernimmt für zehn Jahre den Transport zum Werk.

„Am Mittwoch waren wir in Husum, dort wird das Werk geschlossen und die Arbeit nach Neumünster verlagert“, so Stefan Sternheim: „Wir haben daraufhin neues Personal eingestellt und eine weitere Halle angemietet.“ Die Ersatzteilvorhaltung werde ausgelagert, weil die Bahn den Platz benötige. Sternheim: „Das deutet nicht auf den Abbau von Kapazitäten hin.“

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