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Schulsozialarbeit : Finanzierung auch ab 2015 gesichert

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Land springt bei der Finanzierung für den Bund in die Bresche. Die Stadt kann auf rund 590 000 Euro Fördermittel hoffen

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erstellt am 13.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Schulsozialarbeit ist unverzichtbar – in dieser Einschätzung sind sich die Experten im Jugendhilfeausschuss einig. Die Stadt will die Tätigkeit der 15 Sozialpädagogen daher auch nach dem Auslaufen der Bundesförderung Ende des Jahres fortsetzen. Im Haushalt 2015 sind dafür gut 516 000 Euro eingeplant.

Die Finanzierung für ein weiteres Jahr ist auch gesichert. „Es gibt noch unverbrauchte Mittel aus dem Paket für Bildung und Teilhabe“, machte der zuständige Abteilungsleiter Thomas Wittje deutlich. Doch diese Mittel sind wahrscheinlich gar nicht nötig. Das Land hat zugesichert, die Lasten der auslaufenden Anschubfinanzierung des Bundes im Zuge des kommunalen Finanzausgleichs zu übernehmen.

Neumünster könne mit rund 590 000 Euro vom Land rechnen, sagte Sozialdezernent Günter Humpe-Waßmuth: „Zurzeit geben wir 540 000 Euro aus, wir haben also noch Luft nach oben.“ Der Jugendhilfeausschuss folgte aber einstimmig seinem Vorschlag, der Vorlage mit dem städtischen Finanzierungsmodell zuzustimmen. „Wenn die Landesförderung kommt, können wir sie immer noch zurückziehen“, sagte Humpe-Waßmuth.

Die Bedeutung der 2011 etablierten Schulsozialarbeit wurde im Ausschuss noch einmal ausdrücklich gewürdigt. „Sie entlastet durch ihre deeskalierende und präventive Arbeit den Schulalltag und verbessert das Lernklima in den Schulen“, sagte Thomas Wittje. Seiner Meinung nach könne auch keine Schule auf diese Unterstützung verzichten. Die Sozialpädagogen sind daher auch an allen 23 allgemeinbildenden Schulen tätig, vom Grundschulbereich über die Regional- und Gemeinschaftsschulen bis hin zu den Gymnasien und Förderzentren.

Bei der Trägerschaft teilen sich die Stadt und der Ausbildungsverbund Neumünster (AVN) die Arbeit. Der Ausbildungsverbund beschäftigt acht Fachkräfte, die übrigen sieben Sozialpädagogen sind bei der Stadt angestellt. Die Mitarbeiter erhielten wegen der ungeklärten Finanzierung bislang allerdings nur befristete Verträge über ein oder zwei Jahre. „Auf Dauer ist das nicht zumutbar“, sagte Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth. Er hofft, den Mitarbeitern nun eine längerfristige Perspektive geben zu können.

„Das Land hat eindeutig erklärt, dass es eine Verstetigung der Schulsozialarbeit will“, sagte Humpe-Waßmuth. Darauf setzt auch Bärbel Wulf-Fechner, die Schulleiterin der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule. „Wir sind dankbar, nun Planungssicherheit zu haben“, sagte sie. Die Sozialarbeit habe ganz wichtige Schulprozesse angeschoben.

 

 

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