Kinobühne : Filmproduzent kommt auf die Kinobühne

Alles ist anders im Leben von Eva (Jasna Fritzi Bauer) – sie hat nicht nur das Tourette-Syndrom, sondern auch ihre Familie ist seltsam. Oma Strumpf (Renate Delfs) malt die Blätter an den Bäumen an.
Alles ist anders im Leben von Eva (Jasna Fritzi Bauer) – sie hat nicht nur das Tourette-Syndrom, sondern auch ihre Familie ist seltsam. Oma Strumpf (Renate Delfs) malt die Blätter an den Bäumen an.

Der nächste Film behandelt am Dienstag das Tourette-Syndrom. Am Montag startet der Vorverkauf für die zweite Hälfte der Saison.

shz.de von
25. Januar 2015, 12:00 Uhr

Neumünster | Die Kinobühne geht in die nächste Runde: Am Dienstag, 27. Januar, wird  der Streifen „Ein Tick anders“ gezeigt, und zwar in zwei Aufführungen um 17.30 und um 20 Uhr auf der Bühne in der Stadthalle am Kleinflecken.  Der Courier verlost drei mal zwei Karten. Außerdem startet am Montag der Vorverkauf für die letzten drei Filme der Saison.

Am Dienstag kommt mit „Ein Tick anders“ ein Film von Andi Rogenhagen über das Tourette-Syndrom auf die Leinwand. Ein  Betroffener beriet das Film-Team; ein Schauspieler übte mit der Hauptdarstellerin, die so genannten Ticks authentisch  zu machen.

Protagonistin Eva (Jansa Fritzi Bauer) ist glücklich,   auch  wenn  ihre  Familie  etwas  seltsam  ist: Oma  sprengt  ihren alten Staubsauger mit China-Böllern in die Luft, Vater sitzt in Schlips und Kragen im Park und schreibt  Bewerbungen,  Mutter  ist  im  Dauer-Kaufrausch,  und  Evas  kleinkrimineller  Onkel Bernie landet mit seiner Band einen Flop nach dem anderen. Und Evas Tourette-Syndrom sorgt im Alltag    immer wieder  für  Probleme  und  komische  Situationen.  Im  Kreise  ihrer  Familie,  die  ihre Krankheit  kennt  und  akzeptiert,  fühlt  sich  Eva  aber  geborgen  und  sicher – kein  Zucken  und kein  Pöbeln,  höchstens mal  ein  kleiner  Fluch.   Die Situation ändert sich jedoch schlagartig,  als Evas Vater ein Job in Berlin angeboten wird. Muss Eva nun ihre vertraute Umgebung verlassen? Eins  ist für Eva klar: Nach Berlin geht sie auf gar keinen Fall.

Vor Ort bei der Kinobühne wird der Produzent des Filmes sein, Björn Vosgerau von der „Wüste Film“ in Hamburg. Vosgerau ist gebürtiger Neumünsteraner und freut sich, in „seiner“ Stadt einen Film zu zeigen, der ihm besonders am Herzen liegt.

Die zweite Hälfte der  Kinobühnen-Saison geht weiter am Dienstag,  24. Februar, mit den zwei Preisträger-Filmen des Green-Screen-Festivals „Pinguine hautnah“ und „Superhirne im Federkleid“. Zwei Dokumentarfilme „Manchmal denk’ ich auf Deutsch“ von Helmut Schulzeck  und „Ich habe einen Traum“ von Fredo Wulf folgen am Dienstag, 31. März. Schulzeck kennen Kinobühnen-Gänger durch seinen Film über die Familie seiner afrikanischen Frau; dieser Film erzählt von drei Kenianerinnen, die auf verschlungenen Wegen nach Schleswig-Holstein kommen.

Eine Familiengeschichte der zweiten und dritten Generation nach dem Holocaust hat die jüdische Filmemacherin Yael Reuveny als Dokumentarfilm eingefangen. In „Farewell Hr. Schwarz – Schnee von gestern“ geht es am Dienstag, 28. April, um einen verschollen geglaubten Bruder, der überlebt hat.

Für den Film „Ein Tick anders“ verlost der Holsteinische Courier, der die Kinobühne präsentiert, drei mal zwei Karten für die Abendvorstellung um 20 Uhr. Wer am Montag, 26. Januar, um 11 Uhr unter Tel. 946-1707 anruft, hat Chancen zu gewinnen. Beantwortet werden muss eine Frage: „Wie heißt die Krankheit der Film-Protagonistin Eva?“ Wenn alle Karten verlost sind, wird das Telefon abgeschaltet.

Gabriele VaquetteKarten für die letzten drei Filme der Saison kosten 3 Euro. Am Montag, 26. Januar, ab 8.30 Uhr gibt es je 180 Karten für jeden Film (17.30/20 Uhr, Einlass 17 und 19.45 Uhr)  im Kulturbüro, Kleinflecken 26, Tel. 9423316.

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