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Sparkasse : Filialen Faldera und Gadeland werden geschlossen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neues Vertriebskonzept: Mehrere Filialen werden zugemacht, andere eröffnet - und über die Dörfer fährt bald ein Geld-Laster

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erstellt am 31.Mai.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Die Sparkasse Südholstein hat sich eine neue Vertriebsstrategie überlegt. Sie schließt 8 von 36 Filialen, baut dafür drei neue Selbstbedienungszweigstellen und fährt künftig in den Kreisen Segeberg und Pinneberg mit einer mobilen Filiale über die Dörfer.

In Neumünster werden die Filialen an der Ehndorfer Straße 153 und an der Segeberger Straße 63 zum 29. September geschlossen. Hier bleiben nicht einmal Geldautomaten übrig. „Wir ziehen uns nicht aus der Fläche zurück, sondern wir reagieren auf verändertes Kundenverhalten“, sagte der Vorstandsvorsitzende Andreas Fohrmann gestern vor der Presse. Nur noch 18 Prozent der Kunden legten Wert auf einen persönlichen Ansprechpartner in einer Filiale. Fohrmann: „Wir müssen dort sein, wo unsere Kunden sind. Das ist immer weniger in den Filialen der Fall.“ Die Kunden würden angeschrieben; ihnen werde empfohlen, in die Filiale am Großflecken 68 zu wechseln, aber jede andere Zweigstelle stehe ihnen auch frei. Ab Oktober hat die Sparkasse in Neumünster dann nur noch Filialen in Tungendorf, am Großflecken, in Wittorf und die Hauptstelle am Kuhberg.

Einen zusätzlichen Standort schafft das Institut im Karstadt-Haus. Nach einem Umbau wird dort im November in dem ehemaligen Eisladen ein Immobilien-Center eröffnen. Dort sollen Makler und Experten für Baufinanzierung ihr Angebot präsentieren; außerdem wird ein Geldautomat aufgestellt.

Sechs weitere Filialen werden zugemacht: Norderstedt-Garstedt, Bad Segeberg-Nord, Bornhöved, Geschendorf, Henstedt-Rhen und Ellerbek. Bönningstedt und Norderstedt-Glashütte werden in SB-Standorte umgewandelt. Die jeweiligen Mitarbeiter wechseln in benachbarte Filialen. In Norderstedt baut die Sparkasse ein komplett neues Gebäude. Die Zweigstelle in Trappenkamp soll in moderne Räume auf dem Gelände des gut laufenden Famila-Einkaufszentrums umziehen.

Eine neue „Sparkasse auf vier Rädern“ soll noch in diesem Jahr ihre erste Fahrt antreten. Geplant ist, sie in sieben Orten halten zu lassen (Bornhöved, Geschendorf, Hartenholm, Henstedt-Rhen, Ellerbek, Brande-Hörnerkirchen und Holm). Die Haltestellen werden jetzt mit den Gemeinden abgesprochen. Geplant sind wöchentliche Besuche zu festen Zeiten. Den „Geld-Laster“ kauft das Institut gebraucht von einer niedersächsischen Sparkasse.

Das neue Konzept ist nach Aussagen von Fohrmann kein Sparkonzept, sondern eine neue Ausrichtung. „Wir investieren einen einstelligen Millionenbetrag“, so Fohrmann. Auch die elektronischen Vertriebskanäle würden weiter ausgebaut.

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