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Brandschutzausschuss tagt : Feuerwehr soll mehr als fünf neue Stellen erhalten

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Es sind zusätzliche Mitarbeiter für die Leitstelle und den Rettungsdienst sowie für die Einführung des Digitalfunks geplant. Entscheiden muss die Ratsversammlung.

Neumünster | Das Personal bei der Berufsfeuerwehr reicht nicht mehr aus. Der Brandschutzauschuss soll auf seiner öffentlichen Sitzung am kommenden Dienstag, 9. Februar, um 18 Uhr in der Neuen Feuerwache im Gefahrenabwehrzentrum ein erstes Okay für insgesamt 5,5 neue Planstellen geben. 3,5 davon sind in der Leitstelle vorgesehen, eine Stelle im Rettungsdienst, eine weitere für die neue Servicestelle Digitalfunk. Der Finanzausschuss berät einen Tag später, endgültig entscheiden muss die Ratsversammlung am 16. Februar.

Hintergrund sind neue Berechnungen. So wurden die Leitstellen in Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit und mit Genehmigung der Krankenkassen im vergangenen Jahr erstmals einheitlich bemessen. Die letzte Bemessung basierte auf Einsatzdaten aus dem Jahr 2009. Damals wurden 15  793 Einsätze pro Jahr zugrunde gelegt. Diese Zahl ist mittlerweile auf 21  706 gestiegen. „Somit ist die Neubewertung, wie bei den anderen Leitstellen im Land auch, dringend notwendig gewesen“, schreiben Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Stadtrat Oliver Dörflinger in der Begründung des Antrags. Gesucht werden eine stellvertretende Leitung für die Datenpflege und Organisation sowie zwei Kollegen für die Disposition. Eine halbe Stelle ist für die IT-Systemadministration vorgesehen. Die Kosten in Höhe von gut 240  000 Euro pro Jahr werden zur Hälfte von den Krankenkassen übernommen.

Ende 2017 oder Anfang 2018 soll der Digitalfunk bei der Feuerwehr, im Rettungsdienst und Katastrophenschutz eingeführt werden (der Courier berichtete). Damit alles reibungslos läuft, ist ab 1. Juni dieses Jahres die Einrichtung einer Planstelle für die neue „Servicestelle Digitalfunk“ geplant. Die Servicestelle soll die Einführung des Digitalfunks begleiten und anschließend für den technisch einwandfreien Einsatz sorgen. In der entsprechenden Vorlage heißt es dazu: „Die Servicestelle sollte nach Expertenmeinung bereits mindestens ein Jahr im voraus besetzt werden, da bereits im Vorwege nicht unerhebliche administrative und handwerkliche Arbeiten erledigt werden müssen.“ Hierzu zählen zum Beispiel die Zuteilung und Beschaffung der notwendigen Funkkarten, die Begleitung von Umbauten in den Fahrzeugen sowie Schulungen der Mitarbeiter. Ursprünglich sollte der Digitalfunk Ende dieses Jahres kommen, die Verzögerung sei aber kein Problem sagte Sven Kasulke, Chef der Berufsfeuerwehr. Er rechnete zuletzt mit Kosten von 200  000 Euro für den Katastrophenschutz, 555  000 Euro für die gesamte Feuerwehr und 240  000 Euro für den Rettungsdienst. Während die Krankenkassen den Anteil des Rettungsdienstes komplett übernehmen, muss die Stadt die restlichen 755  000 Euro finanzieren. Dafür hatte die Verwaltung bereits Ende 2014 erste Deckungsvorschläge erarbeitet.

Die letzte Stelle betrifft den Rettungsdienst, der ebenfalls wegen der gestiegenen Einsatzzahlen mehr Personal braucht. Vorgesehen ist ein weiterer Notfallsanitäter für gut 66  000 Euro pro Jahr. Hier dürfte eine Zustimmung der Politik am leichtesten fallen: Diese Kosten übernehmen die Krankenkassen nämlich komplett.

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erstellt am 03.Feb.2016 | 09:00 Uhr

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