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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2017 | 13:14 Uhr

Wasbek : Feuerwehr rettet hilflose Turmfalken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zwei Küken waren in Wasbek aus dem Nest gefallen. Horst Huhn setzte sie zurück in die Kinderstube.

Wasbek | Sie wollten hoch hinaus – und landeten ganz schön tief: Die Freiwillige Feuerwehr Wasbek rettete am frühen Mittwochabend zwei junge Turmfalken, die aus ihrem Nest im Werbeturm am Angelsee an der Industriestraße gepurzelt waren. Unterstützt wurden die Kameraden dabei von Horst Huhn aus Prehnsfelde, der sich als Jäger und Falkner gut mit Greifvögeln auskennt.

Zum Einsatz kam die Drehleiter aus Hohenwestedt. Denn die Helfer sorgten dafür, dass die Ausreißer wieder sicher zurück in ihr gut zwölf Meter hohes Zuhause gelangten. „Für uns ist das nichts Ungewöhnliches. Wir haben schon alles Mögliche vom Baum geholt“, erklärte Wehrführer Heinrich Kühl.

Gefunden hatte die beiden Jungvögel die Anwohnerin Uschi Flick. „In dem Turm brüten seit Jahren Falken. Und immer wieder fallen die Küken aus dem Nest. Einige Male haben sie sogar schon direkt vor unserem Wohnzimmerfenster gesessen“, berichtete sie. Bisher habe sie die Tiere immer zum örtlichen Tierarzt gebracht. „Doch da ich jetzt weiß, dass wir einen Falkner im Dorf haben, habe ich die Feuerwehr angerufen, damit er sich um die Tiere vor Ort kümmern kann“, erzählt sie weiter.

Für Horst Huhn war der Absturz der Kleinen keine Überraschung. „Das Gefieder der Jungen ist schon nahezu fertig ausgebildet. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie ihre ersten Flugversuche unternehmen“, erklärte der Fachmann. Doch für ein Abheben aus dem Stand reiche ihre Erfahrung oft noch nicht aus. „Auch am Boden würden die Alten ihren Nachwuchs weiter versorgen. Daher geht die Gefahr für die Jungtiere hier eher von herumstreunenden Katzen, Füchsen oder Mardern aus“, erläuterte er weiter. Dass der Jäger die Jungvögel berührt, ist nicht schlimm. Sie werden trotzdem von den Eltern angenommen.

Das Nest am Angelteich wird Horst Huhn nun gemeinsam mit Uschi Flick genau im Auge behalten. Denn sollten die kleinen Turmfalken in den nächsten Tagen noch einmal stiften gehen, würde er sie zum eigenen Schutz einfangen und in die Vogelschutzstation nach Hamburg bringen.  

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