Waldbrandgefahr : Feuerwehr mahnt zu erhöhter Vorsicht

Im Mai 2011 brannte das Dosenmoor tagelang. Auch damals war es wochenlang trocken und heiß gewesen.
Im Mai 2011 brannte das Dosenmoor tagelang. Auch damals war es wochenlang trocken und heiß gewesen.

Bei anhaltender Hitze und Trockenheit reicht eine glimmende Zigarette, um die Katastrophe auszulösen

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24. Juli 2014, 07:00 Uhr

Neumünster | Die anhaltende Hitze und Trockenheit lässt die Waldbrandgefahr steigen. „Regnet es nicht, werden in Kürze die zweithöchste Stufe 4 erreichen“, sagt Rainer Scheele, stellvertretender Leiter der Berufsfeuerwehr. Er appelliert daher an die Verantwortung der Bürger, in Waldgebieten und im Dosenmoor alles zu tun, um Brände zu vermeiden.

Der Landesfeuerwehrverband hat wieder Sicherheitstipps und wichtige Hinweise erstellt:

> Offenes Feuer – auch Grillfeuer – ist in Wäldern und Mooren verboten.

> Es darf dort auch nicht geraucht werden. Brennende Zigaretten dürfen nicht aus dem Autofenster geworfen werden.

> Beim Ausflug in die Natur sollten Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Heiße Katalysatoren können sich auf Grasflächen entzünden.

> Zufahrtswege zu Wäldern und Mooren sind wichtige Rettungswege und stets freizuhalten.

> Beim Brand oder bei Rauchentwicklung sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Löschversuche sind nur dann sinnvoll, wenn man sich nicht selbst in Gefahr begibt.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung von Flaschen und Scherben. Sie können als Brennglas durchaus Feuer erzeugen. „Deshalb sollte man seinen Müll immer mitnehmen und in einem Mülleimer entsorgen“, sagt Scheele.

Die Feuerwehr in Neumünster ist auf Wald- und Moorbrände gut vorbereitet. Nicht nur die Berufsfeuerwehr, auch die Freiwilligen Wehren in Einfeld und Tungendorf-Dorf besitzen eine Zusatzausrüstung. Im vergangenen Jahr wurde außerdem ein neues Tanklöschfahrzeug mit 4000 Litern Wasser an Bord in Dienst gestellt. „Damit können wir im Ernstfall das Löschen beginnen, bis die Wasserversorgung aufgebaut ist,“, sagt Scheele.

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