zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

18. August 2017 | 20:27 Uhr

Bauprojekt : Feuerwehr-Karree nimmt Gestalt an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Große Teile der Gebäudetrakte sind schon entkernt / Wegen der Einbrüche und Kupferdiebe hat die Wobau einen Wachdienst engagiert

Der mehr als 40 Meter hohe Schlauchturm bleibt auch nach dem Auszug der Rettungskräfte der markante Blickfang im „Feuerwehr-Karree“. So nennt die Wobau das neue Quartier zwischen Wittorfer, Schützen- und Gartenstraße. Die städtische Tochter plant hier in bester Innenstadtlage einen Mix aus hochwertigen Miet- und Eigentumswohnungen und will auch ihre Geschäftsstelle dorthin verlagern.

Dafür wird schon eifrig entkernt. Die Handwerker haben das Areal in Beschlag genommen. Das Wobau-Kundencenter und der Eingangsbereich werden in der ehemaligen Fahrzeughalle angesiedelt. „Die alten Feuerwehrtore werden durch Stahlfenster ersetzt“, erläuterte gestern Wobau-Chef Uwe Honsberg Stadtrat Oliver Dörflinger und OB Dr. Olaf Tauras den Stand der Umbauarbeiten. Dabei hat immer der Denkmalschutz ein Wort mitzureden. Große Teile der 1928/29 erbauten alten Feuerwache stehen unter Schutz.

Das gilt etwa für die Fassade mit den historischen Sprossenfenstern, die zurzeit von einem Malerbetrieb auf Vordermann gebracht werden. Im Innern der beiden links und rechts an die Fahrzeughalle anschließenden Trakte haben die Elektriker, Heizungs- und Lüftungsbauer schon jede Menge neue Leitungen verlegt. In diesen Räumen will die Wobau Büros für Hintergrundabläufe ansiedeln. Die Dächer sind schon neu gedeckt. Ein Dachgeschoss soll zur Lounge umgebaut werden. Zuletzt waren hier die Aktenablage und Kleiderkammer der Berufsfeuerwehr. Für den Schlauchturm gibt es auch schon Ideen und Projekte. Drei Studenten wollen ihn von außen mit Beamern illuminieren (der Courier berichtete). Daneben bekundeten eine Künstlerin und zwei Klettervereine ihr Interesse.

Als zweite Maßnahme plant die Wobau, die beiden Gebäude an der Wittorfer Straße wieder herzurichten. Zwölf Wohnungen zur Vermietung sollen dort entstehen. „Das bekommen wir ebenfalls 2015 noch hin“, sagte Honsberg. Schritt 3 umfasst den Umbau der Halle zur Gartenstraße hin. Die hier ab 2016 entstehenden Maisonettewohnungen will die Wobau verkaufen.

Schritt 4 ist die Schließung der Baulücke an der Wittorfer Straße und noch abhängig von Überlegungen für den Parkplatz des Kiek In. Hier sollen drei neue Wohnhäuser mit Mietwohnungen entstehen. Für die alte Stahlfahrzeughalle gibt es auch schon Interessenten: Einen Schrotthändler und zwei Landwirte, die die Halle wieder aufbauen wollen. Letzter Schritt ist der Bau hochwertiger Stadthäuser im Innern des Karrees. „Ich denke, dass wir insgesamt 6,5 Millionen Euro in die Hand nehmen müssen“, sagte Honsberg. Bisher läuft alles nach Plan. Allerdings suchten schon zweimal Kupferdiebe das Areal heim. Die Wobau hat deshalb einen Wachdienst engagiert.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 10.Apr.2015 | 05:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen