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Gefahrenabwehrzentrum : Feuerwehr feiert ersten Familientag

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Einweihung der neuen Feuer- und Rettungswache und 100 Jahre Berufsfeuerwehr: Am 11. Oktober ist im Gefahrenabwehrzentrum viel los.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Neumünster | Die nach der Holsten-Galerie und dem Neubau des Friedrich-Ebert-Krankenhauses drittgrößte Baustelle der Stadt ist so gut wie abgeschlossen. Pünktlich zum 100-jährigen Bestehen der Berufsfeuerwehr können die 132 Mitarbeiter des Fachdienstes Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz im November in die neue Feuer- und Rettungswache im Gefahrenabwehrzentrum einziehen. Die symbolische Schlüsselübergabe und das Jubiläum werden am 11. Oktober mit einem Festakt und dem ersten Familientag gefeiert.

Los geht es an dem Sonnabend schon um 8.30 Uhr. Über 20 Feuerwehr-Fahrzeuge setzen sich dann an der alten Wache Wittorfer Straße in Bewegung zu einem Konvoi durch die Innenstadt. Dieser führt zunächst zum Rathaus, wo Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek und Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras zusteigen werden, und dann zur neuen Wache an der Färberstraße. Dort beginnt der Festakt mit 350 geladenen Gästen um 10 Uhr. Erwartet werden neben dem neuen Innenminister Stefan Studt und Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler auch die Leiter der Berufsfeuerwehren Kiel, Lübeck und Flensburg, hochrangige Vertreter der Feuerwehrverbände und Wehren, der letzte General der ehemaligen Hindenburgkaserne sowie Amtsvorgänger von Feuerwehr-Chef Sven Kasulke. Im Rahmen der Feierstunde erhält die Berufsfeuerwehr eine Ehrengabel.

Nach einem Mittagessen startet dann um 14 Uhr das Familienfest für Jedermann mit zahlreichen Aktionen und Vorführungen. Feuerwehr und Rettungsdienst zeigen unter anderem Übungen zum Wohnungsbrand und Verkehrsunfall, proben mit den Besuchern eine Herz-Lungen-Wiederbelebung und bieten weitere Mitmachaktionen an. Mitglieder vom Förderverein des Stadtfeuerwehrverbandes und vom Netzwerk der Feuerwehrfrauen sowie weitere Vereine informieren über ihre Tätigkeiten. Eine besondere Attraktion ist die „Feuertaufe“ des Landesfeuerwehrverbandes. Das im Juli eingeweihte Aktionsmodul ist weltweit einzigartig (der Courier berichtete). Die Besucher können außerdem Fahrzeuge und die neuen Räume der Feuer- und Rettungswache besichtigen. Für das leibliche Wohl ist mit Erbsensuppe, einem Kuchenbasar, Pommes und Getränken gesorgt. Das Fest endet dann gegen 17 Uhr. Wer nicht mit Bus oder Bahn anreist, kann den Parkplatz auf dem Gelände der Hindenburg-Kaserne nutzen. Die Zufahrt erfolgt ausschließlich über die Carlstraße.

Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit wird Schleswig-Holsteins modernste Feuer- und Rettungswache noch vor der Adventszeit in Betrieb gehen. „Das Gefahrenabwehrzentrum ist damit komplett und ist zu einem Kompetenzzentrum rund um Brand- und Katastrophenschutz geworden“, sagt Feuerwehr-Chef Sven Kasulke. Das neue rund 6700 Quadratmeter große Gebäude beherbergt die Leitstelle, Verwaltungsräume, Werkstätten, Ruhe- und Konferenzräume, aber zum Beispiel auch einen Trainingsparcours und ein Fitnessstudio. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Stadtrat Oliver Dörflinger betonen, der gesetzte Finanzrahmen in Höhe von 13,3 Millionen Euro (davon 12,5 Millionen Bausumme) werde eingehalten. „Es wird eine Punktlandung“, so Dörflinger. 9 Millionen Euro bekam die Stadt aus dem Kommunalen Investitionsfond.

Auch der Zeitplan wurde eingehalten. „In Spitzenzeiten arbeiteten bis zu 250 Bauarbeiter gleichzeitig an der neuen Wache“, sagt Bauleiter Berthold Heitker von der Stadt. Der Großteil der Handwerksfirmen kam aus Norddeutschland.

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