Pläne der Wobau : Feuerwache wird zum neuen Wohnquartier

Die Machbarkeitsstudie, die laut Wobau noch mit dem Stadtteilbeirat, dem Denkmalschutz und der Stadtplanung abgestimmt werden muss, zeigt rechts die Schützenstraße mit der alten Feuerwache. Oben zur Gartenstraße hin ist die Maschinenhalle zu sehen, unten an der Wittorfer Straße sind die zwei Gebäude, die modernisiert werden sollen und links daneben die drei geplanten Geschossneubauten. In der Mitte des Entwurfs ist die Innenbebauung mit den begrünten Dachterrassen angedeutet.
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Die Machbarkeitsstudie, die laut Wobau noch mit dem Stadtteilbeirat, dem Denkmalschutz und der Stadtplanung abgestimmt werden muss, zeigt rechts die Schützenstraße mit der alten Feuerwache. Oben zur Gartenstraße hin ist die Maschinenhalle zu sehen, unten an der Wittorfer Straße sind die zwei Gebäude, die modernisiert werden sollen und links daneben die drei geplanten Geschossneubauten. In der Mitte des Entwurfs ist die Innenbebauung mit den begrünten Dachterrassen angedeutet.

Auf dem Gelände an der Schützenstraße entstehen Miet- und Eigentumswohnungen. Wobau-Geschäftsstelle an der Beethovenstraße wird abgerissen

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20. Juni 2014, 05:30 Uhr

Neumünster | Für Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras hat der Verkauf der alten Feuerwache an die Wobau nur Vorteile: „Ein historisches Ensemble bleibt erhalten, es entstehen innenstadtnah attraktive Wohnflächen, und die städtische Tochter Wobau hat auch etwas davon.“ Deren Chef Uwe Honsberg stellte gestern die Pläne vor und nannte auch Zahlen.

6,5 Millionen Euro will die Wobau bis 2019 in das neue Quartier investieren. Dazu kommt noch der Kaufpreis für die Immobilie in Höhe von 800 000 Euro. „Es gab keine Sonderpreise oder Sonderkonditionen. Die Verhandlungen mit der Wobau wurden wie mit jedem anderen Investor geführt“, sagte Stadtrat Oliver Dörflinger.

Die Wobau plant einen Mix aus Miet- und hochwertigen Eigentumswohnungen. Zudem will sie ihre Geschäftsstelle von der Beethovenstraße in die denkmalgeschützte alte Wache verlegen. „Wir suchen schon länger einen neuen Standort näher in der Innenstadt“, sagte Honsberg. Konkret plant die Wobau in fünf Einzelschritten:

>Herrichtung der alten Wache zur Geschäftsstelle mit Kundencenter und einem Eingang von der Schützenstraße aus. Honsberg: „Wir werden uns hier um 30 Prozent vergrößern.“ Der Umzug ist zum neuen Jahr geplant. Die Leitstelle und andere Einrichtungen der Feuerwehr sollen möglichst noch im dritten Quartal 2014 in die neue Wache im Gefahrenabwehrzentrum in der ehemaligen Hindenburgkaserne umziehen.

>Die noch von der Berufsfeuerwehr genutzten Gebäude an der Wittorfer Straße 38-40 und an der Gartenstraße 25 sollen modernisiert und wieder als Mietwohnungen hergerichtet werden.

>Lückenschluss durch drei dreigeschossige Neubauten mit je acht Wohnungen zur Vermietung an der Wittorfer Straße.

> Die denkmalgeschützte Maschinenhalle soll zu sogenannten Scheibenhäusern mit einem Maisonette-Grundriss umgebaut werden. Die Preisvorstellung der Wobau reicht bis 199 000 Euro.

> Letzter Schritt ist die innere Neubebauung mit 18 sogenannten Side-to-Side-Häusern, die auf einer Parkpalette angesiedelt sind und über begrünte Dachterrassen verfügen. Im Unterschied zu Reihenhäusern verspringen hier die Eingänge jeweils von Haus zu Haus. Auch diese je etwa 120 Quadratmeter großen Wohneinheiten stehen dann zum Verkauf.

Das Büro der Wobau an der Ecke Beethoven-/Färberstraße lässt sich nicht zu einem Wohngebäude umbauen. Es soll abgerissen werden. Auch hier ist eine attraktive neue Wohnbebauung geplant. Denkbar sind eine Villa mit neun Wohneinheiten direkt an der Färberstraße und eine weitere mit fünf Wohnungen im hinteren Teil, den die Wobau zurzeit als Parkplatz für ihre Mitarbeiter nutzt. Für dieses Projekt gibt es noch keine konkreten Baupläne und Kostenschätzungen.

„Das Mischverhältnis aus günstigen wie anspruchsvollen Mietwohnungen und hochwertigen Eigentumswohnungen stimmt“, sagte Honsberg. „Die Wobau nimmt ihre Funktion wahr und löst städtebauliche Probleme. Demografischer Wandel heißt auch, attraktiven Wohnraum in der Innenstadt zu schaffen“, lobte OB Tauras die Pläne.

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