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Wobau-Streit : Feuerwache: Stadt fordert Antworten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wobau-Chef Uwe Honsberg hat sich gegenüber Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras noch immer nicht geäußert. Rechtliche Prüfungen laufen.

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2015 | 08:30 Uhr

Neumünster | Noch immer herrscht offenbar Schweigen: Auch fünf Tage nach der Veröffentlichung der Zeitungs-Anzeige für die Alte Feuerwache an der Wittorfer Straße (der Courier berichtete) wartete Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras gestern auf Antworten von Wobau-Chef Uwe Honsberg. Der ist mittlerweile aus dem Urlaub zurück, wollte sich aber gestern ebenso wie der Aufsichtsratsvorsitzende Carl Holtzberg nicht gegenüber dem Courier äußern.

Tauras vertritt als OB die Stadt als Gesellschafter gegenüber der Wobau. Er betonte gestern, nichts von den Verkaufsabsichten des Areals gewusst zu haben, „weil mich der Geschäftsführer nicht über diesen Vorgang informiert hat.“ Über die Gründe, warum die städtische Tochtergesellschaft die vor einem Jahr für 800  000 Euro gekaufte Immobilie wieder loswerden will, wolle er nicht spekulieren. „An meinem Tisch wurden bereits viele Probleme einvernehmlich gelöst. Dies hätte ich mir auch im vorliegenden Fall gewünscht“, sagte Tauras.

Die Rechtsabteilung der Stadt prüfe zurzeit, ob die Wobau das Gelände überhaupt wieder verkaufen darf. Allerdings sei sie dabei auch auf die Informationen der Wohnungsbaugesellschaft angewiesen. „Bislang kenne ich nur die Verkaufsanzeige, aus der nicht viel hervorgeht. Natürlich hat die Stadt bei einer solch wichtigen städteplanerischen Entwicklung wie der der Alten Feuerwache ein Auge auf das, was dort passiert“, so Tauras.

Volker Andresen, der für die SPD im Aufsichtsrat sitzt, erklärte gestern, er wolle zunächst die nächste Sitzung des Gremiums in 14 Tagen abwarten. „Ich bin aber optimistisch, dass das Ganze zu einem guten Ende geführt wird und die Alte Feuerwache nicht verkauft wird“, sagte er.

Zwischen der Wobau und den Denkmalschutzbehörden von Stadt und Land hatte es mehrmals geknarzt. Tauras hatte vor einigen Wochen auch wegen angeblich fehlender vollständiger Unterlagen einen Baustopp verhängt. Wobau-Chef Uwe Honsberg hatte dagegen immer wieder betont, die Verwaltung arbeite sehr langsam, Genehmigungen würden nicht erteilt (der Courier berichtete).

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