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Wasbek : Feuermelder sind keine Kameras: Wasbeker Feuerwehr schult Asylbewerber

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Es gab Rettungspläne auf Englisch und Arabisch.

Wasbek | Die Notrufnummern, Gefahren im Haushalt sowie das Verhalten bei Rauchentwicklung waren Thema im Wasbeker Feuerwehrgerätehaus. Geschult wurden auf Initiative des Gemeindebrandmeisters Heinrich Kühl erstmals 13 Asylbewerber, die im Dorf leben.

„Brandschutz und Gefahrenstellen sind ja für viele Menschen nicht immer offensichtlich. Doch unter den Asylbewerbern haben wir zudem Unsicherheiten im Umgang mit einigen bei uns üblichen Installationen sowie auch bei Rauchmeldern festgestellt. Letztere wurden von Bewohnern zum Beispiel für Kameras gehalten und abgebaut“, berichtete Kühl zur Entstehung der Idee, eine Schulung anzubieten.

Seines Wissens nach sei die Wasbeker Wehr die Erste, die eine solche Unterweisung organisiere. „Wir freuen uns über das rege Interesse. Dennoch waren leider nicht alle Erwachsenen hier. Aber wir werden dieses Angebot sicherlich wiederholen“, erklärte Kühl auch im Hinblick auf die erwarteten weiteren Zuweisungen von Asylbewerbern für die Gemeinde.

Theoretisch erläutert wurden den Teilnehmern mögliche Brandauslöser anhand von Schautafeln und einem sogenannten Fehlerhaus, das unter anderem mit einem nicht aus der Steckdose herausgezogenen Bügeleisen und einem Fön auf dem Waschbeckenrand Gefahrenquellen im Haushalt deutlich machte.

Ergänzt wurde der Anschauungsunterricht zudem durch praktische Vorführungen eines Fettbrandes und die Rettung einer brennenden Person. Aber auch die Handhabung eines Handfeuerlöschers wurde erklärt. „Die Übung mit der brennenden Puppe haben wir vorher abgeklärt. Bei der Schulung war uns natürlich insbesondere unser Neuzugang Kawa als Dolmetscher aus dem Arabischen eine große Hilfe“, erklärte Heinrich Kühl.
 Der Syrer Kawa Taher ist seit einigen Wochen Mitglied der Wasbeker Freiwilligen Feuerwehr Wasbek (der Courier berichtete. Und seinem Elan beim Übersetzen der Ausführungen seines „Chefs“ sowie seinen Erläuterungen zu den praktischen Vorführungen seiner Kameraden war anzumerken, dass er sich mittlerweile mit den Aufgaben der Feuerwehr intensiv identifiziert. „Die müssen einfach gut zuhören, damit ihnen nichts passiert“, erklärte der 20-Jährige voller Enthusiasmus.

Am Ende der Schulung waren Initiatoren und Teilnehmer dennoch mit dem Ergebnis zufrieden. Und für alle Fälle gab es für jeden noch die Notrufnummern sowie einen Rettungsplan, der in englischer und arabischer Sprache verfasst wurde, zum Mitnehmen.  









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