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Feuer in der Kita: Rettungsplan ist aus Wasbek

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Brandschutzpläne für Kinder unter drei Jahren gefragt

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2013 | 10:02 Uhr

WASBEK | Feuer im Kindergarten. Das kann nach Aussage des Wasbeker Wehrführers und Brandschutzbeauftragten Heinrich Kühl schnell passieren. Brennende Kerzen zur Weihnachtszeit, ein Kurzschluss im Toaster, in der Kaffeemaschine oder im Wasserkocher können fatale Folgen haben. Kühl hat einen eigenen Notfallplan entworfen, wie Krippen- und Kindergartenkinder im Notfall gerettet werden sollen. Dafür interessiert man sich jetzt auch auf Landesebene.

Um auf den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall vorbereitet zu sein, schult Heinrich Kühl schon lange und regelmäßig die Wasbeker Erzieherinnen um die Leiterin Dagmar Drobny in der Brandschutzvorbeugung. Doch eine Rettung der Krippenkinder unter drei Jahren ist noch nie geprobt worden. Dafür gibt es nach Aussage von Kühl auf Landesebene auch immer noch keinen einheitlichen Brandschutzplan, und genau darum hat Kühl jetzt einen solchen Plan entworfen.

Wie es scheint, regt sich zu diesem Thema auf Landesebene jedoch etwas. Heinrich Kühl berichtete, dass er kürzlich vom Landesfeuerwehrverband gebeten wurde, seine Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Vor zwei Jahren war nach den Plänen von Kühl erstmals in der Aukruger Kita geübt worden. Danach fühlten die Erzieherinnen sich wesentlich besser auf einen Brand vorbereitet. "Diese Übung hat uns sicherer gemacht. Die Brandschutzpläne von Heinrich Kühl haben wir manifestiert", sagte die Aukruger Kita-Leiterin Heike Staben-Söth. Nun wollen auch die Wasbeker diesen speziellen Notfall proben - allerdings nicht mit den 15 Mädchen und Jungen aus der Krippengruppe. Puppen werden die Kleinen ersetzen.

Die Kinder über drei Jahren dürfen aber schon mitmachen - allerdings mit dem notwendigen Feingefühl, denn bei Übungen dürfen nach Aussage von Kühl zum Beispiel keine Kinder das Gebäude durch die Fenster verlassen. Ruhe zu bewahren, das ist oberstes Gebot.

Bei den Unter-Dreijährigen sollte sich eine Erzieherin jeweils um zwei Kinder kümmern, die ihre Schützlinge aus dem Gebäude zu den Sammelplätzen bringt. Dort werden die Kleinen von einer weiteren Aufsicht betreut; das kann auch die Küchenhilfe oder die Reinmachefrau sein. Sofort wird die Vollzähligkeit überprüft, und sollte ein Kind fehlen, erfolgt sofort eine Nachsuche. Dazu merkte Kühl an, dass die Krippenkinder grundsätzlich im Erdgeschoss betreut werden sollen.

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